31: LABYRINTH – "IRRGARTEN".

Großformatiges, ausgeschnittenes Labyrinth. Deutsche Handschrift auf Papier. Dat. Kreypau bei Merseburg, 17. 10. 1813. Ca. 33 x 40 cm. Beidseitig sichtbar unter Glas. (72)
Startpreis: 300 - 450,- €


Auf einen gitterförmig ausgeschnittenen Papierbogen in ordentlicher Kurrentschrift geschriebener, langer Text, wohl als Freundschaftsgabe gefertigt. – Rückseitig nennt sich der Schreiber „Carl Ernst Khemandt“ mit einer Ortsangabe und Datierung: „Dieser Irrgarten ist gemacht worden in Kreypau bey Merseburg den 17. Oktober 1813 bei der Wittwe Schröter“. – Der Text beginnt in der Mitte des Blattes: „Ich nahm mir einmahl vor die Hand zu Reißen in mein Vaterland, das ich mein Freundschafft besucht zu Grüßen und etwas Neues mitbrächte …“ – Ein ähnliches Blatt ist beschrieben in der Zeitschrift des Vereins für Volkskunde 1911 (Jg. 21, Heft 4), S. 336-338: „Ein papierener Irrgarten … Es ist kein poetisches Kunstwerk, vielfach holperig … Nach dem Vorbilde der verschlungenen Wege eines Irrgartens windet und kreuzt sich der Text … das ganze stellt eine Spielerei aus kleinbürgerlichem Kreise … dar, der dem Geiste der Zeit entsprechend, ein ernster Inhalt gegeben wurde …“ – Mit Faltspuren, entlang der Faltungen mit kleinen Einrissen, etw. fleckig und leicht gebräunt.