428: NAVARRE, MARGUERITE DE,

Les nouvelles. 3 Bde. Bern, Nouvelle Société Typographique, 1780-81. Mit 3 gestoch. Frontisp. von Eichler nach Dunker, 2 gestoch. Titeln, 73 Kupfertafeln von Halbou, de Longueil, Le Roy u. a. nach Freudenberger sowie 144 gestoch. Vign. von Dunker. XLVII, 275 (recte 279) S.; 2 Bl., 308 S.; 2 Bl., 250 S. Maroquin d. Zt. mit Rvg., Steh – und Innenkantenvg. sowie dreiseitigem Goldschnitt (leicht beschabt und bestoßen). (130)
Startpreis: 300 - 450,- €


Erste Ausgabe. – Lewine 338/39. Cohen/Ricci 680/81: „Édition incorrecte, qui a surtout le grand défaut de ne pas donner le texte original de la Reine de Navarre; mais les figures quoique un peu raides, sont très jolies et gravées avec une finesse remarquable.“ Reynaud 335/36: „Les exemplaires en reliure ancienne sont excessivement rares“. – „Die ‚besten Stecher von Paris‘ … wurden beauftragt … die schönen ganzseitigen Kupfer wirken denn auch durchaus französisch, haben kaum etwas mit dem Wesen der Schweizer Kunst und Buchillustration gemein. Dunker schuf für die drei 1780-81 erschienenen Bände nur ein großes Blatt, das allegorische Titelkupfer … welches den Künstler selbst in der Maske eines Amors zeigt, der in einem Hain mit ferner Säulenhalle sitzt und die an einem Baum hängenden Attribute zeichnet, die auf den Vignetten wiederkehren. Aber er versah das Werk mit hundertvierundvierzig Vignetten, die zu den Schönsten dieser Gattung zählen. Dunkers Vignetten verbinden die Illustrationen der deutschsprechenden Länder mit der französischen Buchkunst, zugleich die Epoche des scheidenden Rokoko mit dem Zeitalter des Klassizismus“ (Lanckoronska/Oehler II, 187 f. und 192). – Das Frontispiz (Titelkupfer) mit dem Titel „Heptameron francais“. – Tls. etw. fleckig und gebräunt. – Spiegel und fliegende Vorsätze mit Klebespuren eines entfernten Exlibris. – Gutes Exemplar.