974: BAYERN – OBERPFALZ – (SCHMID, K. VON),

Landrecht der Churfürst(lichen) Du(rchlaucht) in Bayrn, etc. Fürstenthumbs der Obern Pfaltz. 7 Tle. in 1 Bd. München, (Jäcklin), 1657 (d. i. 1659). Fol. Mit gestoch. Titel und 6 gleichen großen Wappenkupfern auf den Zwischentiteln. 7 Bl., 60 S., 7 Bl., S. 61-85, 3 Bl., S. 86-190, 5 Bl. (1 weiß), S. 191-324, 9 Bl., S. 325-571, 6 Bl., S. 572-638, 6 Bl., S. 637 (S. 637/638 doppelt)-693, 19 Bl. Blindgepr. Schweinsldr. d. Zt. über Holzdeckeln mit 2 Schließen (Rückenschild beschabt, fleckig, etw. berieben und bestoßen). (16)
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VD 17 1:015924Z. Stobbe II, 390. Maillinger I, 536-37. Doberl II, 109. ADB XXXI, 679. – Nicht bei Lentner und Pfister. – Das kodifizierte Landrecht der Oberpfalz, als dessen Verfasser Kaspar Freiherr Schmid von Haslbach (1622-1693) gilt, seines Amtes Kanzler des Kurfürsten Ferdinand Maria von Bayern (1639-1679), genannt der Friedliebende. Das Landrecht ist von größter kulturhistorischer Bedeutung für die frühe Rechtssprechung der Oberpfalz, die nach der Niederlage des Kurfürsten Friedrich V. in der berühmten „Schlacht am Weißen Berge“ am 8. November 1620 zum Königreich Bayern kam. „An die Stelle (des Kurpfälzischen Landrechts) trat, als die Oberpfalz im dreissigjährigen Kriege an Bayern gekommen war, ein Landrecht von 1657, welches dem Baierischen Landrecht von 1616 entspricht“ (Stobbe). – Der Band gliedert sich in: Summarischer Proceß, Gandt Proceß, Gerichtsordnung, Landrecht, Landts – und Policey Ordnung, Malefitz-Proceß Ordnung, Forst-Ordnung mit Gesamtregister. – Innengelenk leicht aufgeplatzt, zu Beginn und gegen Ende einige Blätter leicht sporfleckig, durchgehend etw. wasserrandig, wenige kleine Wurmlöcher, letztes Blatt mit alt geklebten Einrissen (minimaler Buchstabenverlust), einige Blätter verbunden, etw. fleckig, tls. gebräunt.