989: BEER, J. CH.,

Der höllische Intelligenz-Zettul, Das ist, merckwürdige Betrachtungen über die dermahlige Verwirrung der gantzen Welt: Verursachet durch vile tausend, von höllischen Geistern heimlich, und in der Still besessene Menschen. Augsburg, Mauracher, (1753). 13 Bl., 472 S., 12 Bl. Etw. spät. Hpgt. (leicht fleckig und berieben). (6)
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Crowe 40. Hayn/Gotendorf III, 177. – Johann Christoph Beer (1690-1760), Pfarrer im schwäbischen Gottmannshofen, gibt eine ausführliche Beschreibung der Merkmale, an denen "heimlich Besessene" erkannt werden können, und führt die Verwirrung der Welt auf die baldige Ankunft des Antichristen zurück, welcher "in disem ein tausend siben hundert, und zwey und fünffzigsten Jahr … entweders schon würcklich gebohren worden seye, oder noch werde gebohren werden" (S. 236). – Vorsätze mit Besitzvermerk, datiert Em(m)ishofen in der Schweiz, und dem Spruch "Wer mir dieses Buch nim(m)t der ist ein Dieb und wers mir wieder bringt der ist mir lieb"; anfangs oben etw. wasserrandig, leicht fleckig und gebräunt.