984: SCHREKER, F.,

Der Schatzgräber. Oper in einem Vorspiel, vier Aufzügen und einem Nachspiel. Partitur. 3 Bde. Wien, Universal-Edition, (1919; VN 6134 a, 6134 b und 6134 c). Gr.-Fol. 2 Bl., S. (1)-132; 1 Bl., S. 133-354; 1 Bl., S. 355-487. Mod. Pp., die vorderen Orig.-Brosch.-Umschläge jeweils eingebunden. (22)
Schätzpreis: 500,- €
Ergebnis: 600,- €


Erste Ausgabe der großen Dirigierpartitur. – Schrekers gegen Ende des Ersten Weltkriegs entstandene Oper Der Schatzgräber wurde zu einer der meistgespielten zeitgenössischen Opern der Weimarer Republik. Zwischen 1920, dem Jahr der Uraufführung in Frankfurt, und 1925 sind über 350 Aufführungen nachzuweisen. Mitte der zwanziger Jahre nahmen die nationalsozialistischen Angriffe auf den jüdischen Komponisten zu, ab 1933 waren seine Werke mit einem Aufführungsverbot belegt und gerieten in Vergessenheit. Schrekers erfolgreiche Wiederentdeckung begann erst in den siebziger Jahren. – Von minimalen Randausbesserungen abgesehen, saubere Exemplare ohne Eintragungen. – Aus dem Besitz des Komponisten und Pianisten Felix Petyrek (1892-1951) mit dessen Stempel auf den drei Umschlägen. Petyrek erstellte für Schreker den Klavierauszug des Vorspiels und des zweiten Aktes.