98: BOGENG, G. A. E.,

Privatgelehrter und Bibliophiler (1881-1960). Fünf e. Briefe mit U. Dat. Bad Harzburg, 10. 4. (19)21 – 21. 5. (19)22. 8º. Zus. 9 S. (davon 8 auf gefalt. Doppelblättern). (10)
Schätzpreis: 150,- €
Ergebnis: 260,- €


Gustav Adolf Erich Bogeng, passionierter Büchersammler und Autor zahlreicher buchkundlicher Werke, schreibt an den Kultur – und Technikhistoriker Carl Graf von Klinckowstroem über zahlreiche Gegenstände aus den Bereichen, die die beiden in ihren literarischen und Forschungsinteressen verbindet. Das betrifft zum einen Automaten und andere technikgeschichtliche Belange, so Franz Maria Feldhaus und eine Reihe von Anregungen für Desiderata, als deren Verfasser Bogeng sich Klinckowstroem vorstellen kann (und dem er seine Hilfe bei der Vermittlung an einen Verleger anbietet), zum anderen berichtet Bogeng vom Stand seiner eigenen Publikationsvorhaben, denkt über die buchgewerblichen Verhältnisse der Zeit nach, plaudert von Tinius, Exlibris im Folioformat, Tieffenbach und dergleichen mehr aus dem weiten Feld des Buchwesens. Dabei kommt immer wieder die bibliographische Arbeit zur Sprache: "Bibliographien der Bibliographien giebt es eigentlich eine ganze Menge und darunter sind auch manche recht brauchbare. Das Schlimme ist nur, daß die in Sammel – und Zeitschriften versteckte Litteratur oft schwer oder gar nicht zu erfassen ist und gerade sie ist häufig am wichtigsten." – Alle Briefe auf Durchschlagpapier, einseitig beschrieben; gelocht (geringer Buchstabenverlust), leicht gebräunt, ein wenig fleckig.