978: STEHLIN, S.,

Tonarten des Choralgesanges, nach alten Urkunden durch beigefügte Uebersetzung in Figuralnoten erklärt, und als eine Anleitung zum Selbstunterrichte nebst drei vollständigen Messen aus dem römischen Graduale zusammengestellt. Mit einer Vorrede und den Choralmessen beigefügter Orgelbegleitung von S. Sechter. Wien, Rohrmann, 1842. Gr.-4º. Mit 3 gestoch. Tafel – und 64 gestoch. Notenseiten. 3 Bl., VIII, 15 S., 1 Bl. Mod. Pp. unter Verwendung der Deckel der Orig.-Brosch. (diese etw. fleckig). (8)
Schätzpreis: 300,- €


Erste Ausgabe. – MGG XII, 499. Wurzbach XXXVIII, 3. – Das erste eigenständige Werk von Sebastian Stehlin (1800-1877), der ab den vierziger Jahren vorwiegend in Wien und Tirol als Musiktheoretiker und Technologe tätig war und als einer der Vorkämpfer für die Choralrestauration im 19. Jahrhundert zu sehen ist. Seine theoretischen Schriften, die auf ausgedehnten Studien auf dem Gebiet des Choraltonsystems beruhen, dessen Echtheit er im mehrstimmigen Satz, insbesondere Palestrinas sah, haben jedoch überwiegend Ablehnung erfahren. – Mehrf. gestempelt, stellenw. etw. stockfleckig.