967: HUMMEL-LIED VON BÜRGER.

(Kopftitel). Einblattdruck mit gestoch. Noten – und Liedtext. Leipzig, Schmiedt und Rau, o. J. (1796). 23,3 x 32,5 cm. Lose, ohne Einband. (135)
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Zweites bekanntes Exemplar. – S. Keym und P. Schmitz, Das Leipziger Musikverlagswesen, Hildesheim 2016, S. 150 (hier kein Fundort des Drucks nachgewiesen). – Weder über den RISM noch den KVK zu ermitteln, doch wurde von uns in der Auktion 68 das bis dahin einzige bekannte Exemplar des zuvor verschollenen Drucks verkauft. – Eine gefällige Vertonung des 1789 entstandenen, mit erotischen Anspielungen aufgeladenen "Hummelliedes" von Gottfried August Bürger mit allen drei Textstrophen, die Noten im Klaviersatz mit unterlegtem Text. – Die nur auf Grund der Kenntnis des Titels aus mehreren Verlagsanzeigen der Zeit vermutete Zuschreibung an den Berliner Komponisten Johann Bernhard Hummel (1760-1805) bei Keym und Schmitz erweist sich vor diesem Hintergrund als amüsante, aber leider völlig unzutreffende Konjektur. Tatsächlich ist der ungenannte Komponist nicht zu erschließen (Ähnlichkeiten der Liedmelodie, die die Musikinzipitsuche bei RISM-Online mit vier Beispielen zutage fördert, führen hier leider auch nicht weiter, sie sind meist zu spät oder unzutreffend). Angezeigt wurde der Druck unter anderem in: Kurfürstlich gnädigst privilegirte Münchner-Zeitung, Anhang Nr. CLXXXII, 19. November 1796, S. 934. – Als Doppelbl. gefalt., Ränder mit leichten Läsuren, etw. gebräunt und fleckig. – In der rechten unseren Ecke die Losnummer der großen Musikalien-Auktion von Breitkopf und Härtel in Leipzig im Juni 1836, wo derartige Liederblätter in größeren Konvoluten verkauft worden sind.