961: HÄNDEL, G. F.,

Judas Maccabäus. Oratorium. Im Clavier-Auszuge von I. H. Clasing. 3 Tle. in einem Bd. Hamburg, Cranz, o. J. und Plattennummer (1820). Qu.-Fol. 2 Bl., 61 S., 1 Bl., 69 S., 1 Bl., 43 S., 2 Bl. (3 Titel, Widmung und Vorwort sowie Notentext, alles gestoch., die letzten beiden Bl. mit typographischem Libretto). Lwd. d. mittleren 19. Jhdts. (etw. fleckig, berieben und bestoßen). (70)
Schätzpreis: 250,- €
Nachverkaufspreis: 125,- €

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RISM A/I, H 649 (und Nachtrag HH 649). – Der Hamburger Komponist, Chorleiter und Pianist Johann Hermann Clasing (1779-1829), Schüler von Anton Reicha, hat 1819 einen Chorverein gegründet, der sich besonders für die Pflege der Werke Georg Friedrich Händels einsetzte. Dazu gehörte auch die Bearbeitung und Neuherausgabe berühmter Oratorien Händels, wie hier der "Judas Maccabäus". Laut MGG hat Clasing damit "die Grundlagen für die hamburgische Musikpflege im 19. Jahrhundert mitgeschaffen", insbesondere durch sein Eintreten für die Musik Händels, und "seine Eingriffe in G. Fr. Händels Instrumentation wurden als zeitgemäß gerühmt" (MGG XV, 1504). – Zu Clasings eigenem Oratorienschaffen im Geiste Händels siehe unsere Nummer 944. – Exemplar auf gutem kräftigen Papier in frischen und sauberen Plattenabdrucken. – Minimal gebräunt und fleckig.

DAZU: DERS., Israel in Egypten. Oratorium. Uebersetzung und Clavierauszug von K. Breidenstein. Mit englischem und deutschem Texte. Bonn und Köln, N. Simrock, o. J. (Plattennr. 2388; 1826). 2 Bl., 168 S. (Titel, Vorwort und Notentext, alles gestochen). – Erste Ausgabe in der Bearbeitung von Heinrich Carl Breidenstein. – RISM A/I, HH 569a. MGG II, 244.