953: FESCA, F. E.,

Grand quatuor pour deux violons, alto & violoncelle ... dedié à Monsieur Ign. Schuppanzigh. Oeuv(re) 4me. 4 Stimmhefte. Wien, Steiner, o. J. (Plattennr. 2473; 1815). Fol. (32,8 x 25,2 cm). 9; 8; 8; 8 S. (Titel und Notentext, alles gestochen). Spätere Heftstreifen. (70)
Schätzpreis: 200,- €
Ergebnis: 310,- €

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Erste Ausgabe. – MGG IV, 84. Weinmann, Steiner, 139. Frei-Hauenschild, Werkverzeichnis, 4.1. – Das Streichquartett Opus 4 ist dem berühmten Geiger Ignaz Schuppanzigh (und damit wohl auch dem gleichnamigen Quartett) gewidmet. Dadurch war es ein explizit für Wien bestimmtes Werk und orientiert sich in entsprechender Weise an den Wiener Hörgewohnheiten dieser Gattung: "In diesem Quartett enthält sich Fesca der bewußten ‘Weichheit’ und trägt der energischen Spielweise Schuppanzighs Rechnung. Bestimmte formale und satztechnische Charakteristika lassen vermuten, daß Fesca sich bei dieser Komposition an Beethovens Quartetten op. 18 orientierte" (Frei-Hauenschild, zitiert nach Sungil Yu, Fesca, S. 49). Die Streichquartette Friedrich Ernst Fescas zählen heute zu den bedeutenden Leistungen in dieser Gattung im frühen 19. Jahrhundert. Fesca gelang es später, ab seinen Quartetten Opus 7, eine persönliche Spielart zu entwickeln, die man als ‘Konzertquartett’ bezeichnet hat. – Titel mit kleinem Eckabriß; etw. fleckig und gebräunt.