942: HANDSCHRIFTEN – GYROWETZ –

"Sonate pour le Piano-Forte par J. Haydn. Violon." Musikhandschrift auf kräftigem Bütten. Nicht dat. (wohl um 1800). 23,6 x 29,5 cm. 8 S. Fadenheftung d. Zt., ohne Einband. (153)
Schätzpreis: 200,- €
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Eine Abschrift zu Aufführungszwecken der Violinstimme des Klaviertrios Opus 18 von Adalbert Gyrowetz (1763-1850), aus "Trois sonates pour le piano forte avec l’accompagnement d’un violon & violoncelle", Nummer 1, im Druck erschienen bei Gombart in Augsburg (Plattennummer 138 [1797]; RISM A/I, G 5441). Interessant, aber in der Zeit nicht unüblich ist das Unterschieben an Joseph Haydn, womit man sich eine Veredelung des Werks durch den "größeren Namen" erhoffte. Heutzutage wird Gyrowetz als origineller, einfallsreicher Tonsetzer immer mehr entdeckt und gewürdigt; seine gleichzeitig mit Haydn entstandenen Kompositionen mögen nicht immer an diesen heranreichen, müssen den Vergleich aber nicht scheuen. – Gering fleckig und gebräunt.