918: RODE – SAMMLUNG

von 14 Notendrucken mit Werken von Pierre Rode. Alle Leipzig, Peters, o. J. (um 1815-1857). Gr.-4º (ca. 33 x 26 cm). Hldr. um 1860, mod. Hlwd. unter Verwendung alter Deckel sowie lose Lagen (Gebrauchsspuren). (114)
Schätzpreis: 300,- €
Ergebnis: 220,- €


Der Geiger und Komponist Jacques Pierre Joseph Rode (1774-1830) "galt um 1800 als der vollendetste Violonist Europas" (MGG XI, 596). Er war für die Entwicklung der romantischen Violinmusik von großer Bedeutung und vermittelte die ältere französische Tradition insbesondere nach Deutschland und Österreich. Beethoven hat ihm seine letzte Violinsonate gewidmet.

Enthält: Die seltene Erstausgabe der "Vingt-quatre caprices en forme d’etudes pour le violon seul dans les vingt-quatre tons de la gamme", Leipzig und Paris, Peters, Frey u. a., o. J. (PN 1461), erschienen um 1818 während seiner Berliner Zeit (1814-19), noch vor den 24 Capricen von Niccolò Paganini (diese Mailand 1820). "Ein untbehrliches Studienwerk, in dem Technik und Musikalität ideal verschmelzen" (MGG). – Vgl. Hirsch III, 488. – Einen Sammelband, jeweils mit der Prinzipalstimme der ersten zehn Violinkonzerte, arrangiert für Klavierbegleitung (nur das Titelblatt zum 1. und 7.-9. Konzert vorhanden, die anderen entfernt, wohl alles Drucke bei Peters in Leipzig (PN: 3842, 3858, 3882, 3890, 3935, 3936, 3643, 371, 530, 3805; ca. 1815-57). Drei Streichquartette Op. 11 (in Es-, F – und D-Dur, neue Auflage, Leipzig, Peters, PN 317, 380 und 407, wohl um 1815). – Eitner VIII, 266-68. – Vgl. Slg. Hirsch III, 490. – Tls. gebräunt und fleckig, leichte Gebrauchsspuren. – Alle Drucke aus der Sammlung Arthur Winckelmann, Berlin (Besitzvermerke auf den Titeln, der Bd. mit den Violinkonzerten mit dessen großem Exlibris für Noten mit drei Komponisten-Porträts, von Franz Stassen; selten).