91: BALL, H.,

An Carl Muth (1867-1944), den Verleger der Monatsschrift. Schriftsteller (1886-1927). Masch. Brief mit e. U. Dat. Sorengo, 10. 7. (1926). Fol. S.; beiliegend ein hs. Brief des Pfarrers Weisenahl mit e. Unterstreichungen von Hugo Ball, dat. Butzweiler, Trier, 30. 6. (19)26. (56)
Schätzpreis: 1.000,- €


Hugo Ball dankt dem befreundeten Professor für seinen letzten Brief, der uns lange beschaeftigt hat, und kündigt seinen Besuch in München für den 17. oder 18. Juli an, um dann alles, was uns gemeinsam interessiert, mit Ihnen muendlich besprechen zu koennen. Zum beiliegenden Brief des Pfarrers Weisenahl bemerkt Ball: “Ich habe mir erlaubt, einige kleine Zeichen im Brief zu machen. Aus dem ganzen Schreiben hat mich nicht gerade ein Wesen angesprochen, das sympathisch ist und dem gegenueber ich das Gefuehl empfaende, verletzt zu haben”. Carl Muth hatte Ball am 2. Juli den Brief des Pfarrers übersandt. Der Geistliche hatte sich bei der Redaktion von über eine Besprechung von Hugo Ball.

Drei Geschichtswerke in: Hochland, Juni 1926) beschwert. Seine scharfe Kritik betraf vor allem einen Abschnitt in dem Werk von Werner Hegemann über den Stauferkaiser Friedrich II. (Fridericus oder Das Königsopfer. Schon am 8. Juli hatte Hugo Ball versucht, Carl Muth seine Sicht der Dinge darzulegen, laut einem handschriftlichen Vermerk hat er das ausführliche Schreiben dann jedoch nicht abgeschickt (vgl. Hugo Ball, Briefe 1904-1927, hrsg. und kommentiert von G. Schaub und E. Teubner, Bde. 2 und 3 (Kommentar), Göttingen 2003, Nr. 643).

– Unsere beiden Briefe waren den Herausgebern der Briefedition nicht bekannt. – Jeweils mit Faltspuren. – Beiliegen einige Zeitungssausschnitte.