902: KLEIN, J. J.,

Lehrbuch der theoretischen Musik in systematischer Ordnung. Leipzig und Gera, Heinsius, 1801. 4º. Mit gestoch. Titelvign., einigen Textkupfern und 9 gefalt. und ausfaltbaren Kupfertafeln. 2 Bl., XVI, 200 S., 1 Bl. Hldr. d. Zt. mit Rvg. und Rtit. (Altersspuren). (16)
Schätzpreis: 500,- €
Ergebnis: 260,- €


Erste Ausgabe. – Eitner V, 383. MGG VII, 1205. – Die Ausgabe erschien wenig später auch bei Kleins engem Freund Johann Anton André, dem beide Ausgaben des Werkes gewidmet sind, in Offenbach undatiert; beide Ausgaben sind – nach Stichproben – kollationsgleich und textidentisch und unterscheiden sich nur in der Titelseite. Bibliographische Belege für die Offenbacher Ausgabe: MGG VII, 1205/1206 und VD 18 11865024. – Die Titelvign. zeigt einen Blasebalg. – Auf den Tafeln u. a. Grifftabellen für den Zink, die Pikkoloflöte, das Flageolett, die Querflöte, die Oboe, die Klarinette und das Fagott. – Kopfsteg tls. etw. wasserrandig, die Tafeln hs. numeriert, leicht gebräunt. – Provenienz: Aus der Bibliotheca Landsbergiana (mehrfach gestempelt), der bedeutenden Sammlung des Musikkenners und Autographensammlers Ludwig Landsberg (1807-1858).

DAZU: DERS., Versuch eines Lehrbuchs der praktischen Musik in systematischer Ordnung. Gera, Beckmann, 1783. Mit gestoch. Titelvign., 2 Textkupfern und gefalt. Kupfertafel. 11 Bl., 264 (recte 164) S., 6 Bl. Pp. d. Zt. (Bezug mit Fehlstellen, beschabt und bestoßen). – Erste Ausgabe. – MGG VII, 1205. Eitner V, 383. Winkler 877. Hirsch I, 277. – Im Hauptberuf Jurist, wirkte Johann Joseph Klein (1740-1823) auch als Organist und trat durch eine Vielzahl musiktheoretischer und -praktischer Schriften hervor; am bekanntesten ist sein 1801 verlegtes "Lehrbuch der theoretischen Musik". – "Das Lehrbuch der praktischen Musik behandelt im lehrenden Tl. die Musica signatoria, die Melodie (mit Tonarten-, Fortschreitungs – und Rhythmuslehre), die Akkorde und die Gesetze der Akkordverbindungen, im ausübenden Tl. den G(eneral)b(aß)" (MGG VII, 1206). – Mit zahlreichen Tabellen und Schaubildern zur Musiklehre sowie verschiedenen Tonleitern. – Die Titelvignette zeigt zwei Putten mit allerlei Musikinstrumenten. – Etw. braunfleckig, leicht gebräunt.