88: ALBUM AMICORUM – NÜRNBERG – STAMMBUCH DES SEMINARISTEN JOHANN PETER KESSLER.

Mit ca. 80 Einträgen aus Nürnberg. Dat. 1818/19. Qu.-12º (ca. 11 x 18 cm). 170 S. (darunter wenige weiße). Mit ganzseit. Bleistiftzeichnung, 2 kolor. Kupferstichen (davon einer mont.) und mont. Gouache. Pp. d. Zt. mit goldgepr. Namen "I. P. Kessler" auf dem Deckel (Gelenke angebrochen, Bezug mit kleinen Fehlstellen, bestoßen und etw. fleckig). (7)
Schätzpreis: 400,- €
Ergebnis: 200,- €


Nahezu sämtliche Einträge in dem Album stammen von Schülern des Lehrerseminars in Nürnberg. – Johann Peter Kessler (oder Käßler), der am 23. März 1823 die Nürnbergerin Clara Johanna Susanna Eisen heiratete, ist später als Lehrer in Nürnberg nachweisbar (vgl. Allgemeines Intelligenzblatt der Stadt Nürnberg, Nr. XXXVIII vom 2. April 1823, S. 389, und Wolfgang Konrad Schultheiss, Geschichte der Schulen in Nürnberg, Nürnberg 1853, S. 89). Die Einträge von seinen Geschwistern und Basen aus Schornweisach (heute ein Ortsteil von Uehlfeld) verraten, daß er aus dem kleinen mittelfränkischen Ort bei Neustadt an der Aisch stammte. – Die Beiträger nennen oft ihre Herkunftsorte, die meist so klein sind, daß sie näher bezeichnet werden mußten, so etwa Unterasbach bei Gunzenhausen, Westheim bei Windheim oder Rudolzhofen bei Uffenheim. Die meisten Beiträger stammen aus Franken, doch hat sich auch ein Seminarist aus Gmünd in Oberkärnten eingetragen. – Etw. fleckig.