875: BEETHOVEN, L. VAN,

Quatuor no. 15 pour 2 violons alto et violoncelle, composé et dédié à son Altesse Monseigneur le Prince Nicolas de Galitzin. Oeuvre posthume (ergänzend abgeändert am linken Rand:) Oeuv. 132. No. 15 des Quatuors. 4 Stimmhefte. Berlin und Paris, Schlesinger, o. J. (Plattennr. 1443 auf dem Titel, S. 1443 auf den Notentextseiten; wohl um 1840/45). Gr.-4º (34,5 x 26,5 cm). Titel (in der Paginierung) und 19 (recte 17); 15; 15; 15 S. Notentext (alles gestochen). Lose Lagen ohne Einband. (114)
Schätzpreis: 300,- €
Ergebnis: 190,- €


Leicht veränderter Neudruck der ersten Ausgabe der Einzelstimmen. – Vgl. Kinsky/Halm 402 (der Berliner Erstdruck der Stimmen mit PN 1443, erschienen wohl im August 1827). Hirsch III, 119 (korrigierte zweite Ausgabe der Partitur). Beethoven-Jahrbuch 1969, S. 2. – Bei Adolph Martin Schlesinger in Berlin erschienen, wenige Monate nach dem Ableben des Komponisten die Ausgaben der Partitur und der Stimmen. Gleichzeitig, im August 1827, brachte die vier Stimmhefte auch Maurice Schlesinger in Paris heraus, unabhängig von der Berliner Ausgabe (PN: MS 575 – Kinsky und Halm unbekannt). Bei dem vorliegenden Druck handelt es sich um eine Neuauflage, hergestellt unter weitgehender Benutzung der alten Platten. Auf dem Titel ist die Zählung der Streichquartette von 12 auf 15 verändert worden, der Kopf der ersten Notenseiten von erster Violine, Viola und Violoncello wurde um den Zusatz "Neue Original-Ausgabe revidirt von August Conradi" ergänzt. Laut Bibliothekskatalog des Bonner Beethoven-Hauses (C 132/10) wurden folgende Seiten dazu neu gestochen: Vl. I: S. 11, 13, 17; Vl. II: S. 3, 4, 7, 9, 11, 13; Vla.: S. 5, 6, 11, 15; Vlc.: S. 4, 7, 8. – Die Datierung unseres Drucks wird dort "um 1850", "geschätzt nach Lebensdaten des Herausgebers", angeführt. August Conradi (1821-1873) war seinerzeit ein geachteter Komponist, der allerdings vom ernsten in das leichte Genre wechselte. Insbesondere in Berlin erlangte er in letzterem musikgeschichtliche Bedeutung, vornehmlich als Komponist unterhaltender Theaterstücke. Dieser Wechsel erfolgte um 1850, zuvor hatte er, vor allem in den 1840er Jahren, Messen, Sinfonien und Streichquartette komponiert. Seine Ausgabe von Beethovens Opus 132 dürfe daher wohl eher in die frühen bis mittleren 1840er Jahre fallen. – Selten, nur einzelne Einträge in den weltweiten Bibliothekskatalogen nachweisbar. – Titel mit schlecht abgedrucktem Verlegerstempel und datiertem Besitzvermerk in Bleistift: "Arthur Winckelmann / 1859". – Ränder tls. etw. gebräunt und fleckig.