84: MARINE – "SCHIFFSBUCH II FÜR (T. 153) ‚EDUARD JUNGMANN’".

(Deckeltitel). Deutsche Handschrift auf Papier und hs. ausgefüllte Formulare. Dat. Stettin, Kiel, Wilhelmshaven und andernorts, 1908-43. 4º. Ca. 180 Bl. (davon ca. 50 weiße). Mit eingebundenen, tls. gefalteten Plänen und einigen masch. Blättern. Lwd. d. Zt. mit Deckelschild (Altersspuren). (113)
Schätzpreis: 300,- €
Ergebnis: 150,- €


Offizielles Logbuch des Großen Torpedobootes „V 153“, ab 1917 „T 153“ und ab 1938 „Eduard Jungmann“ genannt. Laut der enthaltenen „Vorschrift für die Führung der Schiffsbücher von Torpedobooten“ bezeichnet Nr. II das zum Verbleib auf der Werft bestimmte Exemplar. – Auf der Vulkanwerft in Stettin-Bredow 1907 gebaut, wurde das für 84 Mann Besatzung ausgelegte Schiff 1908 in den Dienst der Kaiserlichen Marine genommen. Nach einem Umbau 1926 diente es vor allem als Meßboot. Während des Zweiten Weltkrieges war es in der Ostsee eingesetzt. Nach seiner Überführung in die USA 1945 wurde es dort 1949 verschrottet. – Der erste Teil des Buches dient den Eintragungen der Werft, der zweite den Aufzeichnungen der Kommandanten. Nachträglich eingebunden sind Pläne zum Umbau 1926, Daten zu den Geschützen der Torpedoboote T. 151, T. 153, T. 155, T. 156, T. 157 und T. 158 aus dem Jahr 1931 und ein „Stabilitätsblatt“ von 1935. In einer vorgedruckten Tabelle sind die Dockungen und die jeweils vorgenommenen Anstriche von 1908 bis 1937 festgehalten. Die handschriftlichen und maschinenschriftlichen Aufzeichnungen zu den Instandsetzungsarbeiten in den Werften in Stettin, Wilhelmshaven, Kiel, Königsberg und Danzig decken die Zeit bis zum 9. 1. 1942 ab. Die Eintragungen des Kommandanten beginnen mit ausführlichen Bemerkungen zu den Manöver- und See-Eigenschaften. Es folgen kurzgefaßte Aufzeichnungen zu den Einsätzen, zuletzt als Fangboot und Jäger für die U-Bootflotille, bis zum 19. 11. 1943. – Etw. gebräunt.