829: BAYERN – ORDNUNG, DER WIRTH UND PREUEN,

sonderlich wie dieselbige sich gegen den Gösten mit der Zehrung halten sollen. Gedrucktes Mandat mit papiergedecktem Siegel. München 1631. Ca. 66 x 44 cm. (28)
Schätzpreis: 300,- €
Ergebnis: 240,- €


VD 17 128532N. – Kulturgeschichtlich hochbedeutendes Mandat, mit dem Kurfürst Maximilian I. gegen die Mißbräuche bei den "Wirthen" und "Preuen" (= die Gaststuben der Brauhäuser) vorgehen wollte. Es hat (wie viele dieser Mandate) wahrscheinlich nichts bewirkt, auch wenn laut Punkt 12 "die Wirth dise Ordnung in ihren Stuben offentlich vor mennigklichs Augen" aushängen sollten, aber man lernt daraus, wie man damals "essen ging". In manchen Punkten durchaus verschieden von heute, wenn auch der Spruch, daß Käse den Magen schließe, schon damals galt. Am Ende der Mahlzeit sollte nämlich Käse gereicht werden "oder auch nach Gelegenheit der Zeit, Obs, aber kein Confect oder Lebzelten". – Mit Faltspuren, oben mit kleinen Einrissen im Faltknick (wenige Buchstaben betroffen), etw. braunfleckig. – Unbeschnitten.