810: LEFLER, H., UND J. URBAN,

Oesterreichische Monatsbilder. XXV Compositionen. (3. Aufl. Wien, Artaria, 1900). Fol. Mit reichem, farb. lithogr. Buchschmuck und Illustrationen. 13 Bl. Orig.-Brosch. (Rücken verstärkt, leicht berieben und bestoßen). (165)
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Durstmüller II, 194. – Aufwendig illustriertes Kalendarium der beiden Wiener Graphiker Heinrich Löffler und Joseph Urban. Die beiden verschwägerten Künstler arbeiteten oft zusammen, Urban lieferte dabei stets die dekorative Umrahmung zu den Illustrationen von Lefler. – Die Publikation entstand im Auftrag des k. k. Ministeriums für Kultus und Unterricht für die Monatsschrift des Österreichischen Museums Kunst und Handwerk.

Die Kalendariumsseiten mit zahlreichen Eintragungen von Karl Anton Klammer (1879-1959). Der österreichische Übersetzer ist bekannt vor allem durch seine Übersetzungen der Gedichte von François Villon unter dem Pseudonym "K.L.Ammer", nicht zuletzt, weil sie Brecht in der Dreigroschenoper verwendete. Nach dem Ersten Weltkrieg trat Klammer in die Wiener Verlagsanstalt Freytag und Berndt ein. – Die Einträge, jeweils mit dem Tagesdatum versehen, betreffen Ereignisse aus seinem Privat – und Verlagsleben. So lesen wir von der Gründung des Geschäfts seiner Mutter am 1. März 1867 ("und schafft dadurch ihren Wohlstand"), der Verlobung mit seiner späteren Frau Gretel, der Annexion Österreichs durch Hitler und der Fusion des Verlags Freytag und Berndt mit Artaria am 8. März 1940: "So nehme ich denn endlich eine mir schon längst zukommende Stellung der obersten Firmenleitung ein." Zwei Einträge von fremder Hand informieren von Klammers dreifachem Schlaganfall im Juni 1958 und seinem Tod am 8. März 1959. – Erstes und letztes Blatt mit Spuren von Klebestreifen, Titel mit Besitzvermerk Karl Klammers, leicht fleckig, gering gebräunt. – Mod. Exlibris von Ludwig Hessheimer für Karl Klammer.