806: GAUNERTUM – BAYERISCHER HANSL – FLUGSCHRIFT

mit der Aufzählung der Verbrechen von Johann Philipp Albrecht Fischer, genannt der Bayerische Hansl, und seinem Todesurteil. Dat. Günzburg, 26. 5. 1770. 4º. 2 Bl. (121)
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Von uns weder bibliographisch noch in öffentlichem Besitz nachweisbar. – Flugschrift mit der Aufzählung von 17 Verbrechen, die dem Johann Philipp Albrecht Fischer, "insgemein der Bayerische Hannsel" genannt, zur Last gelegt werden. Aus Wechingen in der Herrschaft Oettingen-Wallerstein gebürtig, hatte er sich nach Diensten in verschiedenen Heeren der Wildschützen-Bande des Bayerischen Hiasl angeschlossen. Er wurde am 27. Januar 1770 verhaftet und in der Markgrafschaft Burgau zum Tode durch den Strang verurteilt: "… dessen Körper unter den Galgen verscharret, der Kopf hingegen auf solchen gespitzet werden solle …" – Zwei Einzelblätter (ursprünglich wohl ein Doppelblatt) mit tls. hinterlegten Einrissen (minimaler Buchstabenverlust), Randschäden und Knickspuren, stark fleckig und tls. angeschmutzt.