805: GAUNERTUM – BÄNKELSANG

Fünf seltene Flugschriften zu Verbrechen und Hinrichtungen, jeweils am Ende mit Moritat, alle erschienen bei Trowitzsch in Frankfurt und Berlin, o. J. (um 1835-45). Fol. (ca. 38 x 22 cm). Davon 3 mit Kopfvign. (davon 2 gleichen) in Holzschnitt. (6)
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I. BESCHREIBUNG DES RAUBMÖRDERS ERNST ELIAS FRIEDRICH WOLLKOPF, welcher am 9ten Mai 1834. zu Wittenberg durchs Rad vom Leben zum Tode gebracht wurde.

II. BESCHREIBUNG DER IN BERLIN AM 22TEN MAI 1834 VON DER EHEFRAU DES VICTUALIENHÄNDLERS MEYER AN IHREM EHEGATTEN VERÜBTEN SCHAUDERHAFTEN MORDTHAT und der am 2ten März 1837 an der Verbrecherin vollzogenen Hinrichtung mit dem Rade von unten auf.

III. BESCHREIBUNG EINES ZU FRANKFURT A. D. O. AM 5. DEZEMBER 1836. DURCH DEN PORTEPEE-FÄHNRICH EMIL VON ARNSTEDT vom Königl. 8ten Infanterie-(Leib-)Regiment an seinem würdigen Lehrer dem Sekonde-Lieutenant Eduard Wenzell von demselben Regiment verübten abscheulichen Meuchelmordes nebst der am 25. April 1837 ab dem Verbrecher vollzogenen Hinrichtung durch das Beil.

IV. AUSÜHRLICHE BESCHREIBUNG WIE UND AUF WELCHE ART DER RUCHLOSE MÖRDER des ehrwürdigen Bischofs von Ermeland, Herrn Dr. von Hatten, etc. Rudolph Kühnapfel am 7. Juli 1841 zu Frauenburg vom Leben zum Tode gebracht worden ist.

V. DES ZWIEFACHEN MÖRDERS UND DIEBES FRIEDRICH WILHELM BOERS, eines Dienstknechts, Leben, Mordthaten, und am 25. September 1844 zu Gartz an der Oder erfolgten Hinrichtung mit dem Beile, beschrieben und mit einem Liede bekräftigt, zur allgemeinen Warnung vor ähnlichen Schandthaten.

Jeweils mit preußischem Zensurstempel, tls. mit Faltspur, etw. fleckig, leicht gebräunt.