803: RECHT – FOLTER – CONSTITUTIO CRIMINALIS THERESIANA

oder der Mariä Theresiä peinliche Gerichtsordnung. Wien, Trattner, 1769. Fol. Mit 27 tls. ganzseit. Textkupfern und 3 gefalt. Tafeln (in der Paginierung). 8 Bl., 282, LVI S. Spät. Ldr. mit Rsch. (Gelenk gebrochen, gering fleckig, stärker beschabt und bestoßen). (195)
Schätzpreis: 800,- €
Ergebnis: 650,- €


Kaspers 134. Giese 957. Stubenrauch 651. Hiler 182. Lipperheide Pi 7 (16 Kupfer). – Die letzte in Österreich erschienene Strafrechtsverordnung mit Anwendung der Folter. – "Die Verbreitung des ominösen Werks wurde von der Regierung verhindert und dasselbe gleich nach Erscheinen unterdrückt" (Hayn/Gotendorf V, 451). – Die Kupfer zeigen ausschließlich Folterszenen und – werkzeuge, wie Bein- und Daumenschrauben und Streckmaschinen. – Vorsatz verso gestempelt, Respektblatt mit Schenkungsvermerk, Titel stärker fleckig, die Falttafeln leinenkaschiert, die zweite mit hinterlegtem Eckausriß, die dritte rechts mit Abriß (Bildverlust), stellenw. wurmstichig, gebräunt und etw. fleckig.