795: BRINZ, A.,

Das sprechende Bilderbuch. (3. Aufl. Ratzenlehen/Miesbach), Selbstvlg., o. J. (1940 oder wenig später, spätestens 1946). 58 Bl. Typoskript-Durchschlag. Illustr. Pp. d. Zt. mit hs. Deckelschild (gering berieben und bestoßen). (76)
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In kleinsten Auflagen produzierter Gedichtband, gestalterisch an die Konkrete Poesie angelehnt. – Verfasser ist der Kriegs-, nach 1945 Amtsgerichtsrat Arnold Brinz aus Miesbach, geboren 1901 und Onkel von Hans-Jochen und Bernd Vogel, denen das Büchlein gewidmet ist. Die 50 amüsanten Gedichte sind von einer Elisabeth Rauch, wohl der Sekretärin des Juristen, als Figurengedichte umgesetzt. So gibt es zum Beispiel, thematisch jeweils zum Text passend, Gedichte in Form einer Geige, einer Lampe oder eines Hasen. – Dem dritten der insgesamt drei Vorworte ist zu entnehmen, daß unser Band eines von vier Exemplaren (Nr. 16-19) der dritten Auflage ist, die "um 10 neue sprechende Bilder" vermehrt wurde. Die beiden ersten Vorworte sind datiert 1940, das dritte Vorwort zur vorliegenden erweiterten Auflage ist undatiert; sie kann frühestens ebenfalls im Jahre 1940 erschienen sein. – Auf unterschiedlich großen Papieren hergestellt. – Minimal gebräunt. – Fliegender Vorsatz mit handschriftlicher, elfzeiliger Widmung des Verfassers, datiert 1946. Die dritte Auflage kann also spätestens in diesem Jahr erschienen sein. Von keiner der Auflagen können wir ein Exemplar in öffentlichem Besitz nachweisen.