79: BÉGUELIN, H. VON,

preußischer Finanzbeamter, Mitarbeiter von Stein und Hardenberg (1765-1818). E. Brief mit U. Dat. Berlin, 28. 3. 1810. 4º (24,3 x 20,4 cm). 1/2 Seite. – Doppelblatt. (92)
Schätzpreis: 240,- €


Auf Französisch an einen ungenannten "Monsieur", dem er verspricht, sich sehr gewissenhaft um dessen Schicksal zu kümmern und auch Nagler nicht aufzugeben, dem er heute erneut in dieser Angelegenheit schreiben werde. Der Adressat solle nicht den Mut verlieren, er werde auch Altenstein (Finanzminister Karl Sigmund Franz Freiherr vom Stein zum Altenstein) an diese Sache erinnern. Es werde schon gut gehen, er werde gewiß nicht locker lassen. – Heinrich von Béguelin war Finanzbeamter im französisch besetzten Preußen und Mitarbeiter des Freiherrn von Stein sowie später des Staatskanzlers von Hardenberg. An von Stein, der sich in dieser Zeit im Exil befand, könnte dieser Brief gerichtet gewesen sein. Der erwähnte preußische General-Postmeister Karl Ferdinand Friedrich von Nagler (1770-1846) befand sich Anfang des Jahres 1810 zwar auf dem Höhepunkt seiner Karriere, führte als Kabinettssekretär die Privatkorrespondenz der Königin Luise und war als geheimer Staatsrat dabei, weiter aufzusteigen. Doch als Mitte 1810 die Zurückberufung seines ehemaligen Gönners und nunmehrigen Gegners Hardenberg erfolgte, wurde er von seinen Ämtern entbunden und widmete sich fortan vor allem der Kunst. – Auf feinem Velin mit Wasserzeichen "ADV London". – Rückblatt mit Vermerk des Verfassernamens, leichte Falze und gering fleckig.