693: FRIEDEL – (HOFFMANN, L. A.),

Zehn Briefe aus Oesterreich an den Verfasser der Briefe aus Berlin. "Gedruckt an der schlesischen Gränze" (= Wien, Hartl), 1784. 8 Bl., 168 S. Läd. OLdr. mit Rsch. und Rvg. (129)
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Holzmann/Bohatta I, 8035. Weller, Druckorte, I, 124. VD 18 10720065. Goed. IV/1, 606, 69. Hayn/Gotendorf VIII, 444. Wernigg 4900. Bodi 172. Wurzbach IX, 163. – Johann Friedel hatte 1783 in seinen "Briefen aus Wien an einen Freund in Berlin" die josefinischen Reformen verteidigt, aber gleichzeitig die Wiener gehörig verspottet. 1784 antwortete ihm Pilati di Tassulo in "Briefen aus Berlin über verschiedene Paradoxe dieses Zeitalters" (in kurzer Zeit 5 Auflagen). Leopold Alois Hoffmann (1748-1806), Literaturprofessor in Pest, greift in den Streit auf der Seite Friedels ein, er war der "erste, der … in der Einfalt seines Herzens den Gänsekiel zur Vertheidigung des Vaterlandes ergrif" ([Joseph von Quarin], Historisch-kritische Nachrichten von den durch die Briefe aus Wien und Berlin über die Österreichische Reformation veranlaßten Streitschriften, Breslau und Leipzig 1786, 62). – Gelenke angebrochen und etw. wurmspurig, tls. mit Knickspuren, leicht gebräunt und etw. fleckig.