691: (KLINGER, F. M.),

Plimplamplasko, der hohe Geist (heut Genie). Eine Handschrift aus den Zeiten Knipperdollings und Doctor Martin Luthers. Zum Druk befördert von einem Dilettanten der Wahrheit. O. O. und Dr. (Basel, Thurneysen), 1780. Mit Holzschnitt-Frontisp. (in der Paginierung), Holzschnitt-Vign. auf dem Titel und 10 Textholzschnitten teils nach H. Holbein. 151 S. Hldr. d. Zt. (etw. berieben und bestoßen, Kapitale leicht eingerissen). (210)
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Erste Ausgabe, selten. – Goed. IV/1, 807, 14a. Hayn/Gotendorf VI, 214. Schulte-Strathaus 13. – Teils wohl in Zusammenarbeit mit Johann Caspar Lavater und Jakob Sarasin verfaßte Satire auf Christoph Kaufmann und den Genie-Kult. Acht der teils derben Holzschnitte nach Randzeichnungen von Holbein stammen aus der 1780 erschienenen Basler Ausgabe des „Lobes der Narrheit“ von Erasmus. Der Holzschnitt auf S. 43 hier seitenrichtig eingedruckt. – Vorsatz mit alten Eintragungen, Vorrede mit Eckabriß unten (Text nicht betroffen), die Holzschnitte mit vereinzelten Tusche-Ergänzungen von alter Hand, leicht gebräunt und wenig fleckig.

First edition, rare. – Endpaper with contemporary entries, foreword with torn-off corner at bottom (not affecting text), the woodcuts with isolated additions in ink by contemporary hand, slightly browned and hardly soiled. – Contemporary half calf (some rubbing and scuffing, turn-ins slightly torn).