643: PREISSLER, J. J.,

Der berühmten Künstler P. P. Rubens und Anton. van Dyck fürtrefliche und weitbekannte Mahlereyen die sich vorhin in dem prächtigen Tempel R. R. P. P. Soc. Iesu zu Antwerpen befunden haben; nun aber durch desselben Einäscherung verlohren gegangen sind. Nürnberg, G. M. Preißler, 1735. Qu.-4º. Mit gestoch. Titel und 18 (statt 19) Kupfertafeln von J. J. Preißler nach P. P. Rubens. 3 Bl. Hldr. d. Zt. (wenige Wurmstiche, etw. beschabt). (31)
Schätzpreis: 100,- €
Ergebnis: 190,- €


VD 18 13994948. De Backer/Sommervogel XI, 478, 14. Thieme/Becker XXVII, 374 (28 Blätter). – Am 18. Juli 1718 gingen beim Brand der Jesuitenkirche von Antwerpen 39 Deckenmalereien von Peter Paul Rubens und seinem Schüler Antonis van Dyck verloren. Der Amsterdamer Maler Jakob de Wit hatte zuvor Rötelzeichnungen dieser Kunstwerke angefertigt, die dem Nürnberger Maler Johann Justin Preißler als Vorlage für seine Kupferstiche dienten. – Es fehlt die Tafel 4 der Fresken nach Rubens. – Bindung in Auflösung begriffen, mehrere Blätter lose und tls. mit Randläsuren, eine Tafel mit Siegelresten, bei einer anderen die weißen Ränder an beiden Seiten je ca. 5 Zentimeter beschnitten, etw. fleckig, gering gebräunt.