57: TORAROLLE –

Fragment einer hebräischen Handschrift auf Pergament für den Gebrauch im jüdischen Gemeindegottesdienst. Aschkenasisch (mittel-, nord – oder osteuropäischer Raum), wohl Ende 19./Anfang 20. Jhdt. Ca. 42 x 78 cm. 6 Spalten (Schriftspiegel: 29 x 10 cm) zu je 42 Zeilen. (64)
Schätzpreis: 120,- €
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In regelmäßiger, für den Gebrauch in der Synagoge üblicher unvokalisierter Quadratschrift in schwarzer Tinte abgefaßt, die Buchstaben teilweise in kalligraphischer Form mit drei Kronen, einem Herkunftsmerkmal der Handschrift (bei Texten aus dem sephardischen Raum trügen die Buchstaben nur zwei Kronen). Der Text stammt aus dem 3. Buch Mose (Lev. 15, 25 bis 19, 10) und enthält neben Vorschriften bei körperlicher Unreinheit und sexuellen Vorschriften im 16. Kapitel das Ritual für den Jom Kippur, das Versöhnungsfest, den höchsten jüdischen Feiertag. – Nach der ersten, dritten und fünften Spalte vertikal gefaltet, am rechten und linken Rand mit kleinen Einstichlöchern vom Heften des vorangehenden und des folgenden Teiles der Rolle, etw. gebräunt und da und dort leicht fleckig.