537: HESSE, H.,

Neue Garten-Lust. Leipzig, Weidmann, 1742. 4º. Mit 8 Kupfertafeln. 3 Bl., 389 S., 24 Bl. Mod. Lwd. mit Rsch. (175)
Schätzpreis: 600,- €
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VD 18 12202959. Wimmer/Lauterbach 156 (kennt nur 7 Tafeln). Haller I, 645. – Nicht bei Dochnahl. – Spätere Ausgabe des laut Haller mit viel Aberglauben gefüllten Werkes. Nun um die Beschreibung eines Arznei-Gartens vermehrt; diese verfaßt von einem "Phytologus" (= Pflanzenkenner), dessen Pseudonym Weller nicht lüften konnte (Pseud.-Lex. 447). – Heinrich Hesse war Hofgärtner in Mainz; seine "Garten-Lust" erschien erstmals 1690 bei Gleditsch in Leipzig und seit 1710 unter dem Titel "Teutscher Gärtner", jedoch bis 1742 in mehreren Ausgaben auch unter dem ursprünglichen Titel. In der Vorrede des "Teutschen Gärtners" von 1710 distanziert sich Hesse von den späteren Ausgaben seiner "Garten-Lust", weil sie unautorisierte Änderungen enthalten würden. – Die Kupfer zeigen die Baumpflege, Lustgärten, Gewächshäuser und Werkzeuge. – Die Tafel zu Seite 16 als Frontispiz eingebunden, die Tafeln I-III (mit kleinen hinterlegten Randläsuren) am Ende des zweiten Teils.

NACHGEB.: NEUE UNTERWEISING ZU DEM BLUMEN-BAU. Anietzo als ein zu Heinrich Hessens Garten-Lust anderer Theil, aus der Frantzösischen Sprache in die Hochteutsche übersetzt. Ebda. 1734. Mit gestoch. Frontisp. 2 Bl., 317 S., 2 Bl. – VD 18 14480913. Wimmer/Lauterbach 193. – Vgl. Wimmer/Lauterbach 192 (EA 1705): Das Original, "Nouvelle instruction pour la culture des fleurs …", erschien in Amsterdam 1697 als Zugabe zu La Quintinies "Instruction pour les jardins fruitiers et potagers", ohne von ihm zu stammen. – Beide Werke stellenw. leicht wasserrandig und gering fleckig.