513: HAHN, H. J.,

Auffrichtige, und von den häuffigen Mißdeutungen seiner guten Sache abgenöthigte Vorstellung, wie er gegen seine Beicht-Kinder ... sich nach Erforderung seines Gewissens zu verhalten pflege. Dresden, Krause, (1724). 72 S., 8 Bl. Heftstreifen d. Zt. (11)
Schätzpreis: 300,- €
regelbesteuert 7% MwSt.


Einzige Druckausgabe. – Jöcher/Adelung II, 1734. – Noch nicht [Dezember 2020] im VD 18. – Ausführliche Rechtfertigung des Predigers Hermann Joachim Hahn (1679-1726) für seine Führung des Beichtamtes, das er mit "Hefftigkeit und starckem Eiffer" praktiziere und die Beichtkinder zu sehr examiniere. – Große Berühmtheit erlangte Hahn durch sein zwei Jahre nach seiner Beichtschrift erfolgtes Ende: der Trabant Franz Laubler erstach Hahn, der den einstigen Katholiken zur Konversion zum Protestantismus veranlaßt hatte, inzwischen wieder rekonvertiert zum Katholizismus. Die Mordtat erregte tagelang den Volkszorn Dresdens und führte zu Übergriffen auf Katholiken und zur Zerstörung katholischer Einrichtungen. – Sechstes Stück eines ehemaligen Sammelbandes, auf der Titelseite hs. alt entsprechend numeriert, alle Seiten von derselben Hand paginiert von 627 bis 714; leicht gebräunt, gering fleckig, die erste Lage mit schwachem Wurmgang am Fuß bis in die beiden unteren Textzeilen. – Von großer Seltenheit: von uns in öffentlichem Besitz nur in den Universitätsbibliotheken von Breslau und Marburg nachweisbar.