5: HEILMITTELREZEPTE –

Deutsche Handschrift auf Papier. Nicht dat. Wohl Südwestdeutschland, Mitte 15. Jhdt. 2 nn. Bl. (129)
Schätzpreis: 500,- €
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Ergebnis: 260,- €


Drei Rezepte, geschrieben in gotischen Kursivschriften wohl von verschiedenen Händen. – Beide Blätter mit Wasserzeichen in Form eines waagrechten Einhorns ohne Beizeichen, von uns bei Piccard nicht nachweisbar. Die alemannische Dialektfärbung deutet auf die Herkunft der Blätter aus dem Südwesten Deutschlands.

Ein Blatt ist beidseitig beschrieben, jeweils mit einem Rezept im Umfang von etwa einer halben Seite. Auf der einen Seite ist ein Pestheilmittel aufgezeichnet, beginnend mit den Worten "It(em) ein bewert wasser für die bestlentz"; am Ende beruft sich der Verfasser oder Schreiber auf das "haus welfen un(d) luttring(en)" und endet mit den Worten: "un(d) hant sie och die lütt daselbst guett zügnis darvon geseit". – Das Rezept auf der anderen Seite des Blattes beginnt "It(em) wen(n) ein man geprochen ist wiltu in gewüß heilen" und endet "es ist gor vilbewert von den türggen". – Im Rezept auf dem anderen Blatt, im Umfang von etwa einem Drittel der Seite, wird Heilung der Wassersucht versprochen; das Rezept endet mit der Versicherung: "es ist bewert". – Mittig jeweils mit Faltspur, am Rand etw. beschnitten und mit kleinen Läsuren, fleckig und leicht gebräunt.