497: (CURTZ, A.),

Harpffen Davids mit Teutschen Saiten bespan(n)et. Auch zu Trost und Erquickung der andächtigen Seel. Gesangsweiß angerichtet. (Zum andermal außgefertiget von einem auß der Societet Jesu). Augsburg, Utzschneider, 1669. 12º. Mit gestoch. Titel. 17 Bl., 739 S., 2 Bl. Pgt. d. Zt. (Rücken erneuert, fleckig, Wurmspuren in den Kanten, fleckig, berieben und bestoßen). (6)
Schätzpreis: 200,- €
regelbesteuert 7% MwSt.


Bäumker, Kathol. Kirchenlied, II, 54. De Backer/Sommervogel II, 1744, 9. Eitner V, 25. – Vgl. FdF 982. Wolfskehl 82 (jeweils die EA 1659). – Für die Ausbildung der katholischen Kirchenmusik in Süddeutschland maßgebliche, seltene Schrift. "Dieses wichtige, sogar Goedeke entgangene Werk, von dem sich laut Schnapper kein Exemplar in britischen Bibliotheken befindet, ist sowohl vom literarischen wie musikalischen Standpunkt offenbar noch nicht genügend gewürdigt worden. Es gehört neben Khuens, Schefflers u. a. Liedern zu den bedeutendsten Erzeugnissen des katholischen, überhaupt süddeutschen Kirchenliedes. Bemerkenswert ist dabei auch, daß der Verfasser wohl einiges von der protestantischen Choraldichtung des 16. Jhdts. gekannt haben muß, da sich gelegentlich Anklänge an deren Texte finden. Das Buch fand auch in protestantischen Kreisen Gefallen. Mit den Dichtern Jakob Balde und J. Khuen war der Verfasser befreundet" (Seebaß, N. F., 223). – Vorsätze im Bug verstärkt und mit Besitzvermerk von alter Hand, Innengelenke gebrochen, gestoch. Titel und erste Bl. im Bug wurmspurig (Bild – und Buchstabenverlust), S. 533 mit Einriß in oberen Drittel, gering gebräunt und fleckig.