436: AERONAUTIK – ZEPPELIN – DOKUMENTATION – Sammlung von Unterlagen

mit Aufstellungen über die Zeppelin-Luftschiffe von den Anfängen um 1900 bis zum Jahr 1940 sowie Versuchsreihen der dreißiger Jahre durch die Luftschiffbau Zeppelin, Friedrichshafen. Dat. ca. 1930-40. Verschied. Formate. Zus. ca. 68 Bl. (hs., masch., Hektographien und Blaupausen). Lose Bl., geheftet. (221)
Schätzpreis: 600,- €
Ergebnis: 460,- €

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Technikgeschichtlich bemerkenswerte Akten mit Dokumentationen aus den Werkstätten des Zeppelin-Konzerns. Die eine Akte im ersten Teil mit der retrospektiven Übersicht über alle von Zeppelin und der Luftschiffbau Zeppelin konstruierten Luftschiffe. Vorhanden drei Tabellen, die zu sämtlichen Zeppelin-Luftschiffen die wichtigsten Daten enthalten, darunter das Datum der ersten und der letzten Fahrt, den Grund des Verlustes sowie einige technische Angaben. Die erste Tabelle mit einer Übersicht der Schiffe von Werftnummer 1-130 im Zeitaum 1900-1940, die beiden anderen, zwei große Falttabellen in lithographierter Handschrift, mit detaillierten technischen Aufstellungen zu den Luftschiffen Nummer 1-25 und 26-129 (also mit der "Hindenburg" abschließend).

Im zweiten Teil dieser Akte Unterlagen über die "287er Versuche", das sind Anfang der dreißiger Jahre durchgeführte Testreihen, die zum Ziel hatten, bauliche Komponenten und Materialien im Luftschiffbau hinsichtlich ihrer Eignung gründlich zu überprüfen. Die Aufzeichnungen hier teils handschriftlich. Einige maschinenschriftliche Seiten mit Aufzeichnungen zu unterschiedlichen Versuchsreihen, hektographierte Beschreibungen einer kleinen Schlafkabine und eines Aufenthaltsraums, beide mit Konstruktionszeichnungen, handschriftliche Aufzeichnungen über Rohre und Wandbespannungen sowie einige Blaupausen über die Konstruktion von Tischen, Toiletten und Wandbespannungen. Tabellarisch dokumentiert sind außerdem die Festigkeit von Blechen, die mit Einbrennlack versehen sind, und die generelle Erprobung von Einbrennlacken im Luftschiffbau. Diese Aufzeichnungen sind von besonderer Brisanz, da die elektrisch stark isolierenden Lacke eine Ursache für das Unglück von Lakehurst im Mai 1937 gewesen sein könnten.

In der zweiten Akte unter dem Kopftitel "Luftschiff ‚Graf Zeppelin’" acht Blätter Unterlagen in Hektographie mit einer Dokumentation des Zeppelin-Luftschiffs LZ 127 durch die Luftschiffbau Zeppelin, Friedrichshafen, um 1937. Es handelt sich um aufschlußreiche Unterlagen zum erfolgreichsten Luftschiff aus dem Hause Zeppelin, dem seinerzeit weltweit größten Luftfahrzeug, das von 1928-37 fast zehn Jahre in Betrieb war. Das erste Blatt mit einer "Zusammenstellung sämmtlicher Fahrten" (Nrn. 1-159), darunter der Zahl der beförderten Personen und der Postsendungen sowie der Nutzlast. Weiterhin graphische Darstellungen zur Schiffsgeschwindigkeit, zur Motorenleistung, zum Zusammenhang von Geschwindigkeit und Gasverbrauch sowie Geschwindigkeit und Motorenleistung und mit einer Zusammenstellung des Traggasverbrauchs. Eine große Tabelle mit einer Übersicht aller Daten zu den ersten 50 Fahrten (September 1928 – November 1929). – Tls. leicht fleckig, geringe bis mäßige Gebrauchsspuren.

Collection of documents with lists of the Zeppelin airships from the beginnings around 1900 to the year 1940 as well as test series of the thirties by the Luftschiffbau Zeppelin, Friedrichshafen. Dated ca. 1930-40. Various formats. Together ca. 68 leaves (handwritten, typewritten, hectographs and blueprints). Loose leaves, stapled. – Remarkable dossier as regards technical history with documentations from the workshops of the Zeppelin group. – Partly slightly soiled, minor signs of wear.