432: PEST – (LEBALDT) VON LEBENWALDT, A.,

Land-(,) Stadt – und Hauß-Artzney-Buch, in welchem angezeigt und erwiesen wird, wie man denjenigen Kranckheiten, welche ein gantzes Land oder mehr Oerther anstecken ... mit Gottes Gnad und Hülff so wohl durch geringe als kostbare Mittel Widerstand thun könne. Nürnberg, Lochner, 1695. Fol. Mit gefalt. Kupfertafel (ohne das gestoch. Portr. und das Wappenkupfer). 13 Bl., 720 (recte 716) S., 16 Bl. Pgt., monogr. "C. A. M. Z. B." und dat. 1711 (bestoßen, knittrig, fleckig). (9)
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Erste Ausgabe. – Lesky 382. Wellcome III, 467. Krivatsy 6718. VD 17 23:292787T. – Vgl. Waller 5648 (Titelausgabe 1605). – Umfassende Arbeit des österreichischen Pestarztes Adam Lebaldt von Lebenwaldt (1624-1696), das im Jahr vor seinem Tod erschienene medizinische Hauptwerk des auch als neulateinischer Dichter bedeutenden Mannes, "die wohl umfassendste Darstellung der Pest aus dem 17. Jh." ( NDB XIV, 17), daneben auch weiterer epidemischer Krankheiten, etwa der Ruhr und der Blattern. Die Tafel mit einem Hospital für Seuchenkranke in einer Ansicht aus der Vogelschau. – Es fehlen die Tafeln mit dem Porträt des Autors und mit dem Porträt Leopolds II. in der Brust des Doppeladlers. – Block gelockert, erste Bl. mit kleinen Randläsuren, Außensteg anfangs wasserrandig, die beiden letzten Bl. lose, hinterer Spiegel fehlt, die Falttafel mit restauriertem Ausriß (geringer Bildverlust) lose beiliegend.