405: BÖCKLER, G. A.,

Der Nützlichen Hauß- und Feld-Schule, erster (zweyter) Theil. 2 Bde. Frankfurt und Leipzig, Merckel, 1699. 4º. Mit gestoch. Titel, 189 (statt 197) tls. gefalt. Kupfertafeln und 2 gefalt. Tabellen. 8 Bl., 1309 S., 32; 4 Bl., 1624 S., 10 Bl. Ldr. d. Zt. (Rücken etw. brüchig, Bezug mit Feuchtigkeitsspuren, beschabt und bestoßen). (76)
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VD 17 39:124448S und 39:124452C. Humpert 180. Böning/Siegert 20. Lindner 245.03. Krivatsy 1415. Weiss 434. – Erstmals mit einem zweiten Teil ergänzt (die Ausgaben 1678 und 1683 waren jeweils einbändig). – Enthält auf 500 Seiten Ausführungen über Vogelfang, Jagd und Fischfang, denen Lindner "jede Originalität" abspricht; des weiteren behandelt Böckler Haus – und Hofverwaltung, Ackerbau und Viehzucht, Gartenbau, Speisen und Getränke, Mühlenbau, Heilkunde, Träume und Wahrsagerei, Heraldik, Kunst und Malerei, Sonnnenuhren, Tranchieren und "Schau-Essen" (Tafelaufbauten). Zu den Partien über den Vogelfang siehe Lindner, Jagdschriftsteller, 48: "Was Böckler über den Vogelfang sagte, ist ganz aus Aitinger abgeschrieben. Böckler war keineswegs der unseriöseste unter den Kompilatoren, die der deutschen Hausväterliteratur um die Wende des 17. zum 18. Jahrhundert zum Durchbruch verhalfen. Aber es ist nicht ganz sicher, ob ihm der zweite Teil seines kompendiösen Hausbuches überhaupt zuzuschreiben ist; vielleicht bediente sich der Herausgeber nur um eines erleichterten Verkaufs willen seines Namens." – Innengelenke angebrochen, teils mit Feuchtigkeitsspuren und wasserrandig, Titel von Bd. II mit angeschnittenem Impressum, eine Tafel mit kleinem angeränderten Ausriß am Bug, die Traumtafel mit Einriß, etw. fleckig, leicht gebräunt.

For the first time augmented by a second part (the 1678 and 1683 editions were each published as a single volume). – The 500 pages contain information and instructions on bird-catching, hunting and fishing. – Inner joints cracked, partially with traces of moisture and water stains, title of volume II with the imprint cut out, one plate with remargined tear, the dream plate with tear, somewhat soiled and lightly tanned. – Contemporary leather (spine somewhat brittle, covers with traces of moisture, scratched and scuffed.