380: RECHENUNTERRICHT – "RECHEN-KUNST". Deutsche Handschrift auf Papier.

Dat. Bätershausen (Schweiz), 1759, mit Nachträgen bis 1815. Mit kalligraphierten Zwischentiteln mit kleinen Vignetten und kalligraphierten Überschriften, meist regliert. Zus. ca. 200 Bl. (wenige weiß). Hldr. d. Zt. mit Schließbändern (Kanten laienhaft verstärkt, gering fleckig, leicht berieben). (11)
Schätzpreis: 600,- €
regelbesteuert 19% MwSt.
Ergebnis: 300,- €

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Mit Hochzeitsreden und Grabinschriften. – Rechenbuch aus Bätershausen im Thurgau. – Vorangestellt ist als Gebet ein "Wunsch zur Erlehrnung der Rechen-Kunst". Enthalten sind in einem ersten Teil (123 Bl., am Beginn datiert 17. 2. 1759, mit etwas späterem vorgebundenen Titel) Anleitungen zum Addieren, Subtrahieren, Multiplizieren und Dividieren; ein zweiter Teil enthält Beispiele für Multiplikationen und Divisionen (30 Bl., am Beginn datiert 15. 4. 1759), jeweils mit kalligraphiertem Titel. Es folgt ein Zwischentitel zu Dreisatzrechnungen (datiert 19. 4. 1759), jedoch fehlen dazugehörige Beispiele. Auf den folgenden Blättern wurden 1815 einige Aufzeichnungen zu Zinseinnahmen eingetragen.

Besonders bemerkenswert ist die Nutzung des Buches für andere Aufzeichnungen. So sind zwischen den beiden Rechenbuchteilen einige wohl von derselben Hand geschriebene Vorlagen für die Hochzeitsladung und Hochzeitsreden eingebunden (32 Bl.); am Ende finden sich Formulare für Grabinschriften (4 Bl.), in Herzform kalligraphiert, davon zwei datiert 1765 und 1770. – Gering fleckig. – Mit dekorativem Kattunpapierbezug.