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Theatrum machinarum, so in sechs Theil bestehend: In welchen gehandelt wird von vielerley künstlichen Machinis, eine schwere Last mit Vortheil zu bewegen, und dann von schönen Wasser-Künsten und Feuer-Sprützen, wie auch von künstlichen Mühl-Wercken... Mehrentheils aus frembden Sprachen versetzt durch Hieronymum Megesirum. 6 Tle. in 1 Bd. Leipzig, Lanckisch, 1708. Qu.-4º. Mit 6 (verschiedenen) gestoch. Titeln und 148 (tls. gefalt.) Kupfertafeln. 30 Bl., 159 S., 3 Bl., 79 S., 1 Bl., 89 S., 1 Bl., 7 Bl., 86 S., 2 Bl., 102 S., 1 Bl., 82 S. Hldr. d. Zt. (Rücken brüchig, Kapitale leicht läd., etw. fleckig, beschabt und bestoßen). (39)
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Libri rari 309. Graesse VI/2, 509 (zählt 147 Tafeln). Feldhaus, Technik der Vorzeit, 1254. – Vgl. Ornamentstichslg. Berlin 1773. – Letzte Ausgabe des bekannten Maschinenbuches, kompiliert aus Biringuccio, Ramelli, Valturius, Besson und anderen. – Die erste Ausgabe erschien 1607-14, weitere Auflagen folgten 1622 und 1655. – "Von den 128 Maschinendarstellungen sind immerhin an die dreißig als Originale anzusehen, von denen wir keine älteren Vorlagen kennen. Unter diesen seien die Kupfertafeln 22, 23 und 24 im II. Teil hervorgehoben, die eine fahrbare Feuerspritze darstellen – eine der frühesten Abbildungen der Feuerspritze mit zwei Pumpzylindern, die als neue Erfindung bezeichnet wird. Original sind auch die auf den Tafeln 11 und 20 dargestellten Wasserhebemaschinen mit Kolbenpumpen. Im III. Teil ist auf Tafel 20 eine Ölmühle mit Keilpresse dargestellt, ebenfalls eine Neuerung. Die auf Tafel 16 wiedergegebene Holzsägemühle fußt zwar auf Ramelli, weist aber Verbesserungen auf. Die Tafel 25 zeigt eine Schleiferei mit Wasserrad-Antrieb, in welcher erstmalig statt eines Zahnrades Riemen zur Übertragung der drehenden Bewegung zur Anwendung gelangen; im IV. Teil finden wir auf den Tafeln 4 und 5 die Buchdruckerpresse" (Carl Graf von Klinckowstroem, Das Maschinbuch von Heinrich Zeising, in: Kat. Rosen XXXI, S. 14). – In Tl. VI ist auf Tafel 12 das berühmte Bücherrad Ramellis abgebildet. – Fliegender Vorsatz mit Besitzvermerk: "N. Schneider, Schreiner in Lötzbeuren 1855"; Tl. II: Tafel 2 mit hinterlegtem Durchriß, Randläsuren und stärker gebräunt im weißen Rand; Tl. III: Tafel 3 mit hinterlegtem Loch in der Darstellung; sonst wenige Tafeln mit tls. hinterlegten Einrissen oder mit kleinen Löchern in der Darstellung, tls. leicht knapprandig, vereinzelt leicht wasserrandig, etw. fleckig und gebräunt.

Last edition of this seminal book on machines, compiled from Biringuccio, Ramelli, Valturius, Besson and others. – Fly leaf with ownership entry: N. Schneider, carpenter in Lötzbeuren 1855; part II: plate 2 with back tear, marginal damages and heavier browning on the white margins; part III: plate 3 with back hole in the image, otherwise only few plates with backed tears or smaller holes, partially slightly trimmed, sporadically slightly waterstained, somewhat soiled and tanned. – Contemporary half calf (brittle spine, head and tail slightly damaged, somewhat soiled, scuffed and bumped).