3307: WERNER, THEODOR

(Jettenburg 1886-1969 München), Komposition. Öl auf Leinwand. Monogr. und dat. (19)51, verso sign., beschriftet und dat. sowie numeriert "B16". 100 x 81 cm. (196)
Schätzpreis: 15.000,- €
Ergebnis: 10.000,- €


Nachdem die Kunst von Theodor Werner zur Zeit des Dritten Reiches als "entartet" gegolten hatte, schloß sich der Maler Anfang der fünziger Jahre dem Deutschen Künstlerbund an, der nach dem Zweiten Weltkrieg wiedergegründet worden war. Auch war er von 1950-1955 Mitglied der Künstlergruppe Zen 49. Das Ziel dieser Gruppe war es, die abstrakte Kunst der Nachkriegszeit dem Publikum verständlich näherzubringen. In genau diese bewegte Zeit im Leben Werners, genauer gesagt, in das Jahr 1951, in dem er mit dem Kunstpreis der Stadt Berlin ausgezeichnet wurde, fällt die Entstehung unseres Gemäldes. Es ist eine Zeit des intensiven Arbeitens für den Künstler, ein Experimentieren mit den Gestaltungsmitteln Form, Farbe, Struktur und Linie. So erkennen wir hier neben dynamisch geführten Bögen, die als Unterzeichnung unter der teils lasierend aufgetragenen Farbe hervortreten, auch dagegen drängende Flächen, die teils mit pastoser, aber schon recht trocken aufbrechender Farbe andere Flächen überlagern. So erzeugte Werner ein kontrast – und spannungsreiches Gemälde, wie es charakteristisch für diese Jahre in seinem Werk ist. – Verso auf der Leinwand und dem Keilrahmen mit Stempel des Künstlers mit seiner Adresse in Berlin, Charlottenburg.

Oil on Canvas. Monogrammed and dated (19)51 on the front, signed and inscribed on the back. – Stamped on the back and the stretcher frame by the artist. – Normal traces of age.