3260: (SPANGENBERG, W.),

Eselkönig. Eine wunderseltzame Erzehlung, wie nämlich die Monarchei unnd Gubernament uber die vierfüssige Thier geändert; das Königreich umbgefallen, und die Krone auff einen Esel gerathen. "Ballenstet, bey Papyrio Schönschrifft" (= Straßburg, J. Carolus), o. J. (1625). 4 Bl., 407 S. Läd. Pgt. d. Zt. unter Verwendung einer mittelalterlichen Handschrift. (248)
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Einzige Ausgabe. – VD 17 3:602200Q. Dünnhaupt 35. FdF 59. Weller, Druckorte, I, 23. Maltzahn II, 1083: "Sehr selten." – Als Fabel verfaßt, beschreibt Wolfhart Spangenberg (1567 – nach 1636) satirisch Verhältnisse und Mißstände seiner Zeit, bezieht sich aber in erster Linie auf die Rosenkreuzer, was schon das Pseudonym "Adoph Rosen von Creutzheim" andeutet, unter dem er das Werk veröffentlicht hat. Laut Vorwort 1617 fertiggestellt, zur Zeit des Höhepunkts der Rosenkreuzerbewegung, aber erst acht Jahre später veröffentlicht. – Fliegender Vorsatz mit Besitzvermerk, Innengelenke gebrochen, Titel mit Randläsuren, gebräunt und gering fleckig.