326: STEIN DER WEISEN – SAMMELBAND

mit 3 Traktaten. 1709-18. Hpgt. d. Zt. (Bezug mit kleinen Fehlstellen, beschabt und leicht fleckig). (91)
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Enthalten in der Reihenfolge der Bindung: I. SCHWÄRTZER, S., Chrysopoeia Schwaertzeriana. Das ist … Manuscripta, von der wahrhafften Bereitung des Philosophischen Steins. Hamburg, Heil, 1718. 8 Bl., 184 S. (ohne die 6 Kupfertafeln). – VD 18 11357975. Ferguson II, 349 (hat nur 3 Tafeln). – Eine von zwei Ausgaben im selben Jahr. – Vgl. Brüning 3702 (Ausg. 1718 mit abweichender Kollation). – Nicht bei Neu, Duveen und Cole. – Berühmte alchemistische Schrift, die der Adept Sebald Schwärtzer (gestorben 1598) im Jahr 1584 dem Kurfürsten August von Sachsen überreichte mit dem Angebot, eine Probe seiner Kunst ablegen zu dürfen. Die Probe fand am 5. Mai statt, wobei 3 Mark Quecksilber in Gold umgewandelt werden sollten. Der Erfolg brachte Schwärtzer eine Anstellung am sächsischen Hof und eine enge Zusammenarbeit mit dem Kurfürsten. Nach dessen Tod wandte sich Schwärtzer nach Prag an Kaiser Rudolf II., der ihm die Aufsicht über die Joachimsthaler Silberminen übertrug.

II. FRIEDLIEB, A., D. REBENTROST und G. KEILING, Collectanea curiosa de Bismutho. Dresden und Leipzig, Lesch, 1718. Mit Textholzschnitt. 78 S., 1 Bl. (weiß). – Einzige Ausgabe. – VD 18 10245820. Ferguson I, 290 (unter Franckenberg). Brüning 3682: "Sammlung zahlreicher chemischer Prozeße (Herstellung von Tinkturen, Pulvern, etc.). Amadeus Friedlieb ist das Pseudonym von Abraham von Frankenberg (1593-1652), David Rebentrost starb 1704 und von Georg Keiling ist nichts bekannt."

III. (SIEBMACHER, J. A.,), Wasserstein der Weisen oder chymisches Tractätlein. Frankfurt, Sand, 1709. Mit gestoch. Titel. 206 S., 8 Bl. (das erste weiß). – Brüning 4431, Anm. – Vgl. Ferguson II, 384. – Noch nicht [September 2020] im VD 18. – Zuerst 1619 erschienen und bis 1760 aufgelegt. – Alle Werke papierbedingt gebräunt und leicht fleckig.