313: ACKERMANN, J. F.,

Über die Kretinen, eine besondere Menschenabart in den Alpen. Gotha, Ettinger, 1790. Mit ausfaltbarer gefalt. Kupfertafel. 124 S. Hldr. d. Zt. mit Rsch. (Gelenke angebrochen, Rücken etw. läd., beschabt und bestoßen). (191)
Schätzpreis: 300,- €
Ergebnis: 150,- €


Erste Ausgabe. – Blake 4. Waller 181. – Nicht bei Wellcome und Lesky. – Als Kretinen bezeichnete man am Ende des 18. Jahrhunderts Menschen mit einem Kropf und oft auch mit Entwicklungsstörungen, wie sie durch Jodmangel besonders in bestimmten Alpentälern im Wallis und in Savoyen auftraten. – Der Heidelberger Medizinprofessor Jakob Fidelis Ackermann (1765 – 1815) "gab über diese unglücklichen Geschöpfe als einer der Ersten eine auf eigene Untersuchungen, auch anatomischer Art, basirte Schilderung" (Hirsch/Hübotter I, 19). – Innengelenke gebrochen, fliegender Vorsatz mit dem Vermerk "Donum Autoris" von alter Hand, etw. fleckig, gering gebräunt.