3099: SACCHI, ANDREA

(Nettuno 1599-1661 Rom; Zuschreibung), Der Tod der heiligen Anna. Rötel, laviert, auf Bütten. Nicht sign. und dat. (um 1640). Ca. 39 x 26 cm. – Unter Passepartout. (182)
Schätzpreis: 1.500,- €
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Ergebnis: 1.000,- €


Der Tod der heiligen Anna wurde als Altarblatt für den Altar des linken Querschiffs in S. Carlo ai Catinari in Rom geschaffen. – Unsere sehr sorgfältig und präzise ausgeführte Zeichnung stimmt auf den ersten Blick vollkommen mit dem großartigen Altargemälde überein. Dies legt die Vermutung nahe, daß es sich um eine Nachzeichnung nach dem Gemälde handelt. Erst bei genauerer Betrachtung fallen einige Unterschiede auf, die doch die Vermutung zulassen, daß es sich um eine Vorzeichnung kurz vor Beginn der Arbeiten an dem Altarblatt handeln kann: Auf der Zeichnung bleibt über den schwebenden Putten nur wenig Raum, das Christuskind ist etwas näher an die heilige Anna heran gerückt. In beiden Fällen erscheint die Komposition auf dem Gemälde spannungsreicher und damit in der Wirkung gesteigert. Der Wasserkrug in der tiefen Schüssel ist dagegen auf der Zeichnung perspektivisch korrekt und damit präsenter. Auf dem Gemälde erscheint dieser Teil etwas verzeichnet, was auf die Hand eines Mitarbeiters für solch ein untergeordnetes Detail zurückzuführen sein könnte. Auch sind einige Schattierungen auf der Zeichnung anders gesetzt als auf dem fertigen Gemälde, etwa bei der rechts sitzenden Figur und in den Beinfalten der knienden Dienerin. Zudem überschneiden sich ihre Zöpfe auf dem Gemälde, während sie auf der Zeichnung gerade herabhängen. Diese kleinen Abweichungen können Freiheit eines Kopisten sein, aber auch für eine Vorzeichnung sprechen. – Leicht unregelmäßig beschnitten, mit leicht abgeschrägten unteren Ecken und recto am Rand Rest alten Klebers sowie kleine Flecken.

The death of St. Anna; attributed to Andrea Sacchi. Washed red chalk on hand laid paper. Unsigned or dated (around 1640). – The Death of St. Anne was created as an altarpiece for the altar of the left transept in San Carlo ai Catinari in Rome. Our very carefully and precisely executed drawing perfectly matches the magnificent altarpiece at first glance, which might suggest that it is a later drawing after the painting. Only on closer inspection do some differences become apparent, which allows the assumption that it may be a preliminary drawing shortly before work on the altar painting began. – Irregularly trimmed, some glue residue on the right and some small spots. – Under passe-partout.