3: TALMUDKOMMENTARE –

Zwei Textseiten auf einem einseitig beschriebenen Doppelblatt aus einer hebräischen Handschrift auf Pergament mit zwei verschiedenen Kommentarfragmenten zum Talmud. Wohl sephardisch (Raum der Iberischen Halbinsel), 13./15. Jhdt. Gesamtgr.: ca. 28 x 48 cm; Schriftspiegel: ca. 21 x 15 cm. 27 Zeilen. (68)
Schätzpreis: 800,- €
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Ergebnis: 600,- €


In unvokalisierter hebräischer Quadratschrift in brauner Tinte niedergelegter Text zweier Kommentare von Raschi (Rabbi Salomo ben Isaak; 1040-1105) zum Talmud. Der Text auf der rechten Seite stammt aus dem Kommentar zum zweiten Traktat der Ordnung Nesikin, Bava Mezia (Blatt 5b), über die Haftpflicht bei Sachen, die sich zeitweise in der Hand von bevollmächtigten Besitzern befinden; der Text auf der linken Seite ist aus dem Raschikommentar zum ersten Traktat der Ordnung Nesikin, Bava Kamma (Blatt 118b), über öffentliche Schäden, etwa durch Tiere, Feuer oder menschliche Nachlässigkeit. Die Texte stammen zwar aus einem Kodex, gehören aber, wie aus der Textbestimmung hervorgeht, nicht zusammen. Möglicherweise hat das Doppelblatt nach seiner Auslösung aus dem ursprünglichen Buch als Makulaturblatt fungiert. – Ecken außerhalb des Schriftspiegels oben abgeschnitten, mit wenigen ganz kleinen Ausbrüchen und Randläsuren, rechter breiter Rand etwa zur Hälfte durchgerissen (Text nicht betroffen), gebräunt und fleckig (die Rückseite stärker), an einigen Stellen mit alten Leimresten.

Two pages of text on a doublepage written on one side from a Hebrew manuscript on parchment with two different commentary fragments on the Talmud. Probably Sephardic (area of the Iberian Peninsula. 13th / 15th century. Sheet size: 28 x 48 cm; scripture mirror: 21 x 15 cm. 27 lines. – Text of two commentaries by Rashi (Rabbi Solomon ben Isaac; 1040-1105) on the Talmud, written in unvocalised Hebrew square script in brown ink. – Corners trimmed around the spricture mirror, a few small damages and marginal tears, right wide margin with larger tear (not in text), tanned and soiled (especially the verso), sporadic traces of old glue.