296: TABERNAEMONTANUS, J. TH.,

Neuw vollkommentlich Kreuterbuch, mit schönen und künstlichen Figuren, aller Gewächs der Bäumen, Stauden und Kräutern, ... derer uber 3000 eigentlich beschrieben werden. Jetzt widerumb ... gemehret, durch C. Bauhinum. 3 Tle. in einem Bd. Frankfurt, P. Jacobi für J. Dreutel, 1625. Fol. Mit 3 wdh. Titelbordüren und ca. 2500 Textholzschnitten. 6 Bl., 642 S., 29 Bl. (das letzte weiß), 4 Bl., 598 S., 1 weißes Bl., 202 S., 24 Bl. Spät. Pgt. über Holzdeckeln (Schließen fehlen, Rücken leicht brüchig, leicht fleckig und etw. beschabt). (96)
Schätzpreis: 2.000,- €
regelbesteuert 7% MwSt.
Ergebnis: 1.200,- €


Zweite von Kaspar Bauhinus überarbeitete Ausgabe des berühmten Pflanzenwerks. – VD 17 23:296839Y. Pritzel 9093. Nissen 1931. Heilmann 297: "Tabernaemontanus sammelte ein Menschenleben lang an einem Herbarium in – und ausländischer Pflanzen und deren Beschreibung. Erst später, als dieses Werk durch Kaspar Bauhinus, dem berühmten Botaniker, neu überarbeitet wurde, erlebte es einen großen Erfolg." – Das Werk stellt den größten Rezeptkatalog der damaligen Zeit dar, verbunden mit dem Anspruch auf internationale Geltung. Die Pflanzenholzschnitte sind meist Kopien nach verschiedenen Quellen (Fuchs, Mattioli etc.) – Vorderes Innengelenk etw. angebrochen, Fliegender Vorsatz und Titel mit Besitzvermerk, wohl jeweils d. 18. Jhdts., Tl. II, mit angerändertem Ausschnitt an Stelle jeweils eines Holzschnittes auf S. 49/50, Tl. III, S. 115/16 mit kleiner Fehlstelle im Text, oben durchgehend und stellenw. am Bug etw. wasserrandig, papierbedingt gebräunt. – Der Besitzeintrag "Ex libris Francisci Braisand doctoris medici" und der Vermerk zur Anzahl der Holzschnitte in französischer Sprache, gefolgt von der Jahreszahl 1709, legen nahe, daß der Einband aus dem ersten Viertel des 18. Jhdts. stammt.

Second edition of this famous book on plants revised by Kaspar Bauhinus. – 3 parts in 1 volume. – Front inner joint cracked, flyleaf and title with ownership entry possibly from the 18th century, part II with restored cut out instead of woodcut on page 49/50, part III with small damage on page 115/116, waterstain on upper margin, tanned. – The ownership entry and inscription on flyleaves suggest that the binding is from the first quarter of the 18th century. – Later vellum over wooden boards (missing clasps, spine slightly cracked, somewhat soiled and scuffed).