296: RECHNUNGSBÜCHLEIN FÜR ANFÄNGER

in Fragen und Antworten zum Gebrauche der Landschulen. München, Deutscher Schulfonds-Büchervlg., 1799. 139 S. Mod. Pp. (23)
Schätzpreis: 300,- €
Ergebnis: 300,- €


Einzige Ausgabe. – Verzeichniß der im Jahre 1799 in Baiern erschienenen Schriften, in: Der Genius von Baiern unter Maximilian IV., Bd. I/1, München und Amberg 1802, S. 121-134, hier S. 127, 9. – Noch nicht [Februar 2021] im VD 18. – Das Büchlein besteht aus drei Abteilungen, in denen die Grundrechnungsarten, die Lehre von den Brüchen und die "Reesische Lehrart" behandelt werden. Diese Lehrart oder "Reesische Regel" ist ein Kunstgriff zur Berechnung von Proportionen und war in der zweiten Hälfte des 18. und den ersten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts Lehrstoff im Mathematikunterricht. Benannt ist die Regel nach dem Niederländer Kasper Frans de Rees (um 1690 – um 1740), der sie in seiner "Règle générale d’arithmétique" 1737 erstmals vorgestellt hat (in deutscher Ausgabe 1739 unter dem Titel "Allgemeine Regel der Rechenkunst" in Göttingen erschienen). – Von größter Seltenheit: über den weltweiten Katalog von uns nur in Göttingen und der Bischöflichen Zentralbibliothek Regensburg zu ermitteln (wobei für das dortige Exemplar im Katalog der Bibliothek nur 72 Seiten angegeben sind, es also offenbar unvollständig ist und nur den ersten Teil des Rechnungsbüchleins mit den Grundrechnungsarten umfaßt; das Göttinger Exemplar hat noch 3 ungezählte Seiten am Ende, das sind möglicherweise Verlagsanzeigen). – Vorsätze mit Schriftübungen, tls, wasserrandig, fleckig.