29: SCHWANBERGER – "SONATA".

(Kopftitel). Musikmanuskript auf kräftigem Bütten. Nicht betitelt und dat. (wohl um 1770). Gr.-Fol. 5 nn. Bl. Lose Lagen, ohne Einband. (135)
Schätzpreis: 400,- €
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Nie im Druck erschienen. – Drei hübsche kleine Sonaten im galanten, stark ausgezierten Stil der deutschen Vorklassik (besser gesagt: des musikalischen Rokoko), die hier in einem, trotz dreier leerer Seiten am Anfang, unbetitelten Manuskript eines geübten Kopisten vorliegen, aber dank der Musikinzipit-Suche über RISM-Online von uns ermittelt werden konnten: Es handelt sich um Werke des Braunschweiger Hofkapellmeisters Johann Gottfried Schwanberger (1737-1804), eines Hasse-Schülers. Die Bearbeiter des RISM weisen die erste Sonate in G-Dur ebenfalls in einem unbetitelten Manuskript nach, auch dort fehlte die Angabe des Komponisten. Obwohl ein späterer Hinweis auf Anton Fils verwies, konnten sie Schwanberger als den tatsächlichen Verfasser ermitteln (RISM ID-Nr.: 454015638). In unserem Manuskript folgen noch zwei weitere Sonaten: eine in C-Dur und eine in Es-Dur, alle drei sind zweisätzig und bestehen jeweils aus dem Kopfsatz und einem Menuett – wahrscheinlich war diese besondere Sonatenform eine seinerzeit in Braunschweig beliebte Form der Unterhaltungsmusik. Auch diese beiden anderen Sonaten können in Abschriften, die sich heute in Dresden befinden, nachgewiesen werden (siehe: RISM A/II 212009150-212009155). Im Druck erschienen sind diese reizvollen Sonaten, wie die meisten Werke Schwanbergers, bedauerlicherweise nie. – Leicht gebräunt, gering fleckig, unbeschnitten.