28: AUROLZMÜNSTER – "ZEHEND-BÜCHEL DER HERRSCHAFT AUROLZMÜNSTER".

Deutsche Handschrift auf Papier. Dat. Aurolzmünster 1807. Ca. 18,3 x 13,6 cm. 91 S., 3 Bl. (Register). Hldr. d. Zt. mit Titelschild (Rücken mit flächiger Wurmspur, beschabt). (33)
Schätzpreis: 300,- €
Ergebnis: 160,- €


Aufzeichnungen über die Abgaben der Hintersassen der Herrschaft Aurolzmünster in Oberösterreich (Politischer Bezirk Ried im Innkreis). – In sauberer Kurrentschrift sind jeweils auf einer Seite die Mengen verzeichnet, die eine Person an Weizen, Korn, Gerste, "Brein" (Buchweizen), "Haar" (Flachs), Gänsen und Enten abzugeben hatte; die Tabellen sind teils mit Bleistift ausgefüllt. Neben den Angaben zur Person gibt es oft noch weitere Hinweise, zum Beispiel heißt es: "Martin Mayr Häusler alda [d. i. in "Spansedt"], gibt von einem Ländl mit was Sorten es bekannt ist, ganzen Zehend. Den Som(m)erzehend muß die Herrschaft mähen und heugen laßen. Sämtlichen Zehend hat der Spannseder zu führen." Geordnet ist das Büchlein nach den Pfarren, darunter Aurolzmünster, Eitzing, Mehrnbach, Peterskirchen, St. Martin, Utzenaich oder Weilbach. – Innengelenk etw. wurmspurig und in der zweiten Hälfte mit Wurmspur im Bug. – Beiliegt ein Schuldbrief (gedrucktes Formular, handschriftlich ausgefüllt) aus Katzenberg (heute zu Kirchdorf am Inn gehörig).