2644: TEILNACHLASS

von G. Petschner. Ca. 30 Bleistift-, Feder – und Tuschpinselzeichnungen auf dünnem Papier. Vereinzelt sign., bezeichnet, nicht dat. (20. Jhdt.) Ca. 19 x 9,5 bis 25,5 x 18,5 cm. (64)
Schätzpreis: 300,- €
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Gisela Petschner (1913-2007) besuchte ab 1933 die Kunstschule in Dresden. Nach Kriegsende wurde ihre Familie aus Böhmen vertrieben, sie selbst reiste über die Schweiz nach Rom, wo sie ihr Kunststudium fortsetzte. Hier erkrankte sie kurz darauf an Kinderlähmung und hielt sich längere Zeit zur Erholung in einem Kloster nahe Rom auf. In Krankenhaus und Kloster fand sie schließlich ihre Modelle, Kranke und Alte, die das Werk der schwer von der Krankheit gezeichneten Künstlerin fortan bestimmen sollten. 1952 zog die Künstlerin nach Wolfhagen, übernahm schließlich in Bad Emstal-Merxhausen die Leitung einer Malgruppe des psychiatrischen Krankenhauses und war bis ins hohe Alter als Malerin und Zeichnerin tätig. – Der vorliegende Teilnachlaß erlaubt einen Einblick in die weniger bekannten Sujets der Künstlerin. Neben ihrem bevorzugten Motiv, dem Menschen in seiner ungeschönten Natur, sind es auch Zeichnungen aus der Natur sowie Illustrationen (wohl zum Kleinen Muck), die sich hier finden. – Tls. mit unregelmäßigen Rändern, mit Knickspuren und gebräunt. – Beiliegen ein hs. Brief von 1951, zwei Ausstellungskataloge der Künstlerin und mehrere Kopien von Zeichnungen.