2507: FAUNA UND FLORA – HEILPFLANZEN – SAMMLUNG

419 altkolor. Kupfertafeln aus dem Werk "Botanica pharmaceutica exhibens plantas officinales quarum nomina in dispensatorio Brandenburgico recensentur" von A. F. Happe, Berlin 1785 – um 1804. Blattgr.: ca. 38,5 x 23,5 cm. Lose in alten Papierumschlägen mit hs. Bezeichnung in zwei Pp.-Mappen. (144)
Schätzpreis: 4.000,- €
Ergebnis: 2.400,- €


Nissen 784. Pritzel 3779. Ferchl 214. – Vgl. Hunt Coll. 659. – Nicht bei Plesch und De Belder. – Die vorliegende Sammlung unterteilt in Klassen und Ordnungen. – Die Seltenheit dieses unvollendet gebliebenen Werkes (Graesse III, 208) erklärt sich durch seine Erscheinungsweise: vierteljährlich kamen 6 bis 8 Kupfer mit zugehörigem Text über einen Zeitraum von nahezu 20 Jahren heraus. – Andreas Friedrich Happe (1733-1802), Berliner Apotheker, Maler und Stecher, zeichnete sich durch seine "vorzügliche Darstellung naturhistorischer Gegenstände" (Nagler VI, 324) aus und war in dieser Hinsicht für die Berliner Akademie der Wissenschaften tätig. – In seinem Vorbericht begründet er sein eigenes Unternehmen: "In Betracht der vielen botanischen Werke sollte es beynahe den Anschein haben, daß mein Unternehmen eines der Ueberflüßigen wäre. Wenn ich indessen erwege, daß die mehresten Floren theils zu allgemein, theils zu kostbar, und übrigens mit dem Plan der Meinigen keine Gemeinschaft haben, so hoffe ich dennoch, daß meine ‘Flora pharmaceutica’ in der Folge nicht ganz ohne Nutzen seyn werde." – Zum vollständigen Werk gehören 595 Tafeln. – Die in den Platten lateinisch benannten Pflanzen vielfach mit hs. deutschen Namen oder Anmerkung unter der Darstellung. – Die Blätter meist mit Bräunungen im breiten Ober – oder Unterrand und Randläsuren (tls. mit kleinen Ein – oder Ausrissen im Außenrand), sonst nur leicht fleckig und gebräunt.

419 copper engravings with old colouring from "Botanica pharmaceutica exhibens plantas officinales" by A. F. Happe, Berlin 1785 – ca. 1804. – The plants named in the plate with their Latin designation, many of which with additional German designation or note in handwriting below the image. – Wide margins tanned and with some smaller damages, only slightly spotty and tanned. – Loose in old wrappers with handwritten titles in 2 cardboard folders.