249: GERENGEL – SAMMELBAND

mit 3 seltenen Werken von Simon Gerengel, erschienen in Augsburg bei Michael Manger 1570-71. Läd. blindgepr. Ldr. d. Zt. über Holzdeckeln. (212)
Schätzpreis: 1.200,- €
Ergebnis: 1.100,- €

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Simon Gerengel (1510-1571) war zunächst katholischer Pfarrer von Aspang (Niederösterreich). Als Anhänger der Reformation war er von 1531-1534 in Passau und Salzburg inhaftiert. Von 1565 bis zu seinem Tod wirkte er als Prädikant in der Michaelerkirche in Ödenburg (heute Sopron in Ungarn) und gilt als der Reformator von Ödenburg. – Michael Manger war als Drucker in Augsburg von 1570 bis 1603 tätig. Er hatte 1569 die Witwe des Druckers Matthäus Franck geheiratet und damit dessen Offizin übernommen (vgl. Gier/Janota 1228/1229).

Enthalten in der Reihenfolge der Binding: I. Catechismus: Und Erklerung der Christlichen Kind(erlehre) wie die in der Kirchen G(ot)tes zu Oedenburg in Hungern fürgetragen wirdt. 1571. Mit 17 Textholzschnitten. 240 Bl. (die beiden letzten weiß). – VD 16 G 1469 (zählt irrig 226 Blätter). – Nicht im STC und bei Adams. – Der Katechismus, zuerst 1569 in Regensburg gedruckt, ist das Hauptwerk von Gerengel und wurde noch im Jahre 1779 aufgelegt. – Titel mit Fehlstellen (kleiner Textverlust, von Hand ergänzt), Blatt A II mit Einriß und winziger Fehlstelle (minimaler Buchstabenverlust), anfangs wasserrandig.

II. Bericht: Was zu dem Catechismo Simonis Gerengelii Predigers des Euangelions Christi, in der Königklichen Freystatt Oedenburg in Hungern gelegen, nach der Correctur ist hinzugethon worden. 1571. 52 Bl. (das letzte weiß). – VD 16 G 1467. – Nicht im STC und bei Adams.

III. Ein schöne Christliche Hochzeit Predigt, uber die Wort Syrach: Drey schöne Stuck seind, die beyde Gott und den Menschen wolgefallen, etc. Capitel 25. 1570. Mit Textholzschnitt. 63 Bl. – VD 16 G 1473. – Nicht im STC und bei Adams. – Titelzusatz: "Darinnen fürnemblich angezeyget wirdt, wie die Eheleute jre anfahende erste Lieb und Freundtligkeit erhalten unnd vermehren mögen". – Am Ende mit Randläsuren.

Vorsätze beschädigt, alle Werke etw. fleckig und leicht gebräunt. – Der Einband auf beiden Deckeln mit Plattenstempel der Taufe Christi.